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Kultur

Riesiger römischer Ring, den Metzger in Kroatien gefunden hat, wird ausgestellt

Riesiger römischer Ring, den Metzger in Kroatien gefunden hat, wird ausgestellt

Eine weitere Besonderheit des Rings ist die Inschrift darauf – VTF (utere felix). Der Ausdruck VTERE FELIX bedeutet „benutze dies mit Glück“ (Foto: Igor Krajcar/ Archäologisches Museum Zagreb)

Der massive Goldring mit einem Durchmesser von 25 Millimetern und einem Gewicht von 13,64 Gramm, verziert mit Filigranimitat und einer quadratischen Zierplatte mit den eingravierten Buchstaben VTF (utere felix), ist eines der im Archäologischen Museum Narona in Vid bei Dubrovnik ausgestellten Artefakte. Neben seinem Gewicht als Artefakt ist auch seine Entdeckung im Jahr 1896 interessant.

Im Garten des Metzgers Antun Marek im kroatischen Vinkovci wurde beim Öffnen einer Lagergrube in zwei Metern Tiefe ein ummauertes römisches Grab mit einem Skelett und reichem Beiwerk im Inneren entdeckt. Es war der Herbst 1896.

Und jetzt ist ein Artefakt aus dieser Zeit in der Ausstellung im Archäologischen Museum Narona in Vid bei Dubrovnik zu sehen.

In dem Grab wurden damals Fragmente von Glasgefäßen sowie zwei Gegenstände gefunden: eine silberne Fibel und ein goldener Ring. Auch aufgrund der Inschrift ist der Ring etwas Besonderes.

Der massive Goldring mit einem Durchmesser von 25 Millimetern und einem Gewicht von 13,64 Gramm ist mit imitiertem Filigran verziert und besitzt eine quadratische Schmuckplatte mit den eingravierten Buchstaben VTF (utere felix). Der Ausdruck VTERE FELIX, „benutze dies mit Glück“, erscheint häufig auf verschiedenen antiken Objekten, in verschiedenen Varianten und Abkürzungen wie VF, VTF, VTE, VTR.F und dergleichen.

Der Inschrift konnte der Name des Besitzers oder einer Gottheit oder ein anderer Ausdruck wie VIVAS, VIVAS IN DEO hinzugefügt werden. Solche Ausdrücke erscheinen auf kostbaren Ringen, Siegelringen oder als in einen dekorativen Kopf geschnitzte Inschrift. „Sie kommen als Dekoration auf verschiedenen persönlichen Gegenständen vor, beispielsweise auf Schmuck – Ringen, Armbändern und anderem, Spiegeln, militärischer Ausrüstung – Fibeln, Gürtelgruppen“, erklärt Nikoleta Perok, leitende Kuratorin des Archäologischen Museums Zagreb.

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Für die Römer war der Ring mehr als nur Schmuck und hatte neben seinem dekorativen Zweck als Zierde der Hand auch eine symbolische und mystische Bedeutung (Foto: Igor Krajcar/ Archäologisches Museum Zagreb)

Dieser Ring aus Vinkovci (auf Romanisch: Cibale) stammt aus der östlichen Nekropole, wo beim Bau von Häusern in einer örtlichen Straße mehrere römische Gräber mit Artefakten darin gefunden wurden. Einige Jahre später stieß der Metzger Marek bei der Erweiterung seines Lagers auf Teile desselben Ziegelgrabes sowie weitere interessante Funde, wie etwa Reste von Keramikgefäßen und drei Bronzegefäßen.

In der Museumssammlung von Silber- und Goldschmuck ist neben diesem aus Vinkovci eine ähnliche Inschrift (VTR.F) auch auf einem einfachen Goldring aus Surduk und auf einem in Sisak (VTE) gefundenen Silberring eingraviert.

Im Archäologischen Museum von Narona ist die Ausstellung römischer Goldringe aus der Sammlung des Archäologischen Museums in Zagreb bis zum 8. Mai geöffnet.

Für die Römer war der Ring mehr als nur Schmuck und hatte neben seinem dekorativen Zweck als Zierde der Hand auch eine symbolische und mystische Bedeutung. In antiken Quellen wird es unter verschiedenen Namen erwähnt, beispielsweise Condalium, Ungulus und am häufigsten als Annulus.

Je nach Material spielte der Ring eine wichtige statusbestimmende Rolle in der militärischen und zivilen Hierarchie. Das Recht, einen goldenen Ring zu tragen, wurde durch ein spezielles Gesetz geregelt. Die Römer trugen den Ring am häufigsten am vierten Finger, dann am Zeigefinger und schließlich am kleinen Finger.

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Die Ausstellung „Römische Goldringe aus dem Bestand des Archäologischen Museums Zagreb“ präsentiert 65 römische Goldringe, die Teil der Silber- und Goldsammlung römischen Schmucks aus dem Bestand des Museums sind. Die meisten Ringe gelangten durch Kauf oder als Geschenke in das Museum und wurden an verschiedenen archäologischen Stätten wie Siscia, Asseria, Viminacium, Sirmium, Burgenae und anderen gefunden.

Entnommen aus „Jutarnji List“. Übersetzt von KOHA