Nicht viele Menschen werden das Kino verlassen, nachdem sie Stanley Kubricks Adaption von Stephen Kings Filmklassiker „The Shining“ gesehen haben, mit dem brennenden Wunsch zu erfahren, was mit dem Jungen im Film passiert ist. Dies ist eine der Figuren, die gegen Ende des Films integriert wurde und irgendwo zwischen den geisterhaften Zwillingen und der maskierten Hexe, die sich in der Badewanne versteckt, einnimmt.
Doch „Doctor Sleep“, die verspätete Fortsetzung von „The Shining“, möchte, dass die Zuschauer das Schicksal des Jungen selbst in die Hand nehmen, und das gelingt überraschenderweise. Glaubwürdig in den Charakterisierungen, reich an mythologischen Details und überraschend ehrlich in der Behandlung von Problemen mit Alkoholismus und Traumata, sei der Film in allen möglichen Aspekten beeindruckend, schreibt die BBC, die „Koha Ditore“ ausstrahlt. Aber seine größte Errungenschaft besteht darin, dass „The Shining“ wie ein eigener Vorläufer wirkt, der nur eine kurze Intro-Sequenz zu einer noch düstereren und gehaltvolleren Erzählung liefert.
In fast dieser Hinsicht unterscheidet es sich von The Shining. Kubricks Film aus dem Jahr 1980 handelte vom mysteriösen, fieberhaften Traum eines Schriftstellers, der sich in einem Hotel abspielte. Der neue Film, der vom Autor und Regisseur Mike Flanagan übernommen wurde, ist ein Abenteuer, das die gesamten Vereinigten Staaten von Amerika umspannt und einen Zeitraum von fast 40 Jahren abdeckt. Es verfügt nicht über Kubricks meisterhafte Kontrolle über Stil und Atmosphäre – aber was schon?
Zunächst einmal ist „Doctor Sleep“ nicht als Verrat an „The Shining“ konzipiert. Das liegt zum Teil daran, dass es zahlreiche anschauliche Anspielungen auf den Vorgänger enthält, vom Teppich mit Sechseckmuster bis hin zur Tatsache, dass eine der Hausnummern der Charaktere zufällig 1980 lautet. (Leider taucht der digital verjüngte Jack Nicholson nicht auf). Es handelt sich also um eine Erzählung, die aus Samen erwächst, die vor vier Jahrzehnten gepflanzt wurden.
Im Jahr 1980 wird Danny Torrance als dreiradfahrende Kröte dargestellt, die sich über telepathische Gaben oder das sogenannte „Shining“ freut. Dann lernt er einen Koch kennen und angesichts der Tatsache, dass er auch telepathisch ist, kann man logischerweise davon ausgehen, dass auch viele andere diese Gabe haben können; Und „Doctor Sleep“ erzählt uns genau von diesen Menschen. Daher wird logischerweise angenommen, dass Danny große Schwierigkeiten gehabt hätte, sich von all dem zu erholen, was er in „The Shining“ erlebt hatte.
ebenfallsWie in der anderen Stephen-King-Adaption dieses Jahres – „It: Kapitel 2“ – argumentiert der Film, dass man nicht unbedingt zu einem gesunden Mitglied der Gesellschaft heranwächst, wenn man in der Kindheit mit mörderischen okkulten Kräften konfrontiert wird.
(Den vollständigen Artikel können Sie heute in „Koha Ditore“ lesen)
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