Die kosovarische Polizei hat am Dienstag drei Personen wegen Betrugsverdachts festgenommen. Die Verdächtigen sollen sich verschworen haben, zehn Frauen, ehemalige Kriegsteilnehmerinnen in Syrien und im Irak, zu betrügen, indem sie ihnen unter dem Vorwand ihrer Integration in die kosovarische Gesellschaft Spenden versprachen.
Man hatte sie dazu überredet, bei einem Mikrofinanzinstitut in Pristina Spenden zu beantragen. Dabei hatte man ihnen vorgegaukelt, sie würden Spenden erhalten. Tatsächlich unterzeichneten sie jedoch Kreditverträge über 4500 bis 5000 Euro.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenLaut Polizeiangaben steht RD im Verdacht, die Opfer identifiziert und an das Mikrofinanzinstitut weitergeleitet zu haben. VG, ein Angestellter des Instituts, habe die Akte zusammengestellt, während der Verdächtige AH in seiner Funktion als Leiter des Instituts die Kredite genehmigt habe.
Nachdem die Gelder auf den Bankkonten der Parteien eingezahlt worden waren, ging der verdächtige RD mit den Parteien zu den Banken und hob die Gelder ab. Er gab jeder Partei 500 Euro und nahm die restlichen Gelder „als Zahlungen an Beamte, die die Dienste erbracht hatten.“
„Die Anzeigeerstatter erkannten den Betrug bereits, als das Mikrofinanzinstitut sie aufforderte, mit der Rückzahlung des Kredits zu beginnen. Bisher wurden zehn Geschädigte befragt, deren Schaden auf 10 Euro geschätzt wird“, teilte die kosovarische Polizei mit.
Die Verdächtigen RD und VG wurden zu 48 Stunden Haft verurteilt, während der Verdächtige AH im Rahmen eines regulären Verfahrens freigelassen wurde.
„Alle Maßnahmen, einschließlich besonderer Ermittlungsmaßnahmen, wurden unter Aufsicht und Koordination des Staatsanwalts der Generalstaatsanwaltschaft in Pristina durchgeführt und andere Entscheidungen werden in voller Abstimmung getroffen“, teilte die Polizei mit.