Wegen der hohen Temperaturen im Gerichtssaal wurde am Freitag vor dem Basisgericht in Pristina die Anhörung gegen die sechs Angeklagten im Zusammenhang mit der Explosion in der Bar „Sekiraqa“, bei der zwei Menschen ums Leben kamen, abgesagt.
In diesem Fall werden BM, LQ, BS, FS, AD und MM beschuldigt, am 24. September 2007 in Zusammenarbeit mit BH, SQ und mit Unterstützung von AD in den Räumlichkeiten der Bar „Sekiraqa“ am „Bill Clinton“-Boulevard in Prishtina einen Sprengsatz platziert und gezündet zu haben. Bei dieser Explosion kamen NM und PS ums Leben, mehrere weitere Personen wurden verletzt, berichtete Betimi për Drejtësi.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenDie Absage der Sitzung wurde vom Büro des vorsitzenden Richters, Richter Alban Ajvazi, bekannt gegeben. Er erklärte, das Gremium sei zu dem Schluss gekommen, dass die heutige Sitzung aufgrund der hohen Temperaturen im Gerichtssaal und der Entscheidung des Justizrats des Kosovo, die Arbeitszeit zu begrenzen, abgesagt werden müsse.
Die Anklage wurde am 22. August 2014 von der Sonderstaatsanwaltschaft der Republik Kosovo eingereicht, genauer gesagt von EULEX-Staatsanwältin Maria Bamieh.
Im ersten Anklagepunkt wird den Angeklagten vorgeworfen, sie hätten NM und PS am 24. September 2007 aus skrupelloser Rache oder anderen niederen Beweggründen das Leben genommen und dabei das Leben einer oder mehrerer Personen vorsätzlich in Gefahr gebracht.
Dies geschah der Anklage zufolge durch die Platzierung und Zündung eines improvisierten Sprengsatzes im Erdgeschoss der Bar „Sekiraqa“ am „Bill Clinton“-Boulevard in Pristina.
Ihnen wird hiermit vorgeworfen, den Straftatbestand des „schweren Mordes“ unter Verstoß gegen Artikel 23 und 147 Absatz 4 begangen zu haben. 9, 11 und XNUMX des Strafgesetzbuches des Kosovo.
Darin heißt es, dass nach einer langen Geschichte der Gewalt zwischen der Polizei von Ferizaj, den Beamten der ROSU-Einheit und Enver Sekiraqa sowie nach der Ermordung des Polizeibeamten Triumf Riza – die der Anklage zufolge „vermutlich von Enver Sekiraqa angeordnet wurde“ – die Polizei von Ferizaj gemeinsam mit den Beamten der ROSU-Einheit Rache an Sekiraqa plante, indem sie seine Bar in Prishtina mit einer Bombe in die Luft sprengten. Die Bar befand sich den Berichten zufolge in einem dicht besiedelten Wohngebiet voller Bars und Restaurants. Die Bombe wurde den Angaben zufolge am 24. September 2007 während des Ramadan gelegt, als die Bars zum Sahur geöffnet waren. Größe der Bombe, Ort ihrer Platzierung und Zeitpunkt der Explosion sollen darauf hinweisen, dass die Angeklagten eine Tötungsabsicht verfolgten.
Ihnen wird außerdem versuchter Mord und Gefährdung der Allgemeinheit vorgeworfen.