Die Staatsanwaltschaft in Ferizaj hat beim Grundgericht beantragt, gegen fünf Verdächtige Untersuchungshaft wegen Amtsmissbrauchs, Urkundenfälschung, Legalisierung falscher Inhalte sowie des Erwerbs, der Annahme oder des Verheimlichens von Gegenständen, die durch eine Straftat erlangt wurden, anzuordnen.
Laut Anklage besteht ein begründeter Verdacht, dass FU, JM, BL, GH und NN in Komplizenschaft das Dokument gefälscht haben, und zwar so, dass die Angeklagten FU, JM, BL und NN in ein Restaurant in der Nähe des Notariats von GH gingen und der Angeklagte NN sich mit einem gefälschten Ausweis im Namen von SV, der 1986 verstorben war, ausgab. Anschließend erstellten sie mit Hilfe des Notars die Vollmacht, die angeblich SV und FU zum Verkauf der Grundstücke berechtigte.
Die Staatsanwaltschaft führte in der Mitteilung weiter aus, dass die Angeklagten die Vollmacht anschließend nutzten, um die falschen Angaben im Katasteramt in Ferizaj zu legalisieren und die Grundstücke auf die Namen AL, LS und NS eintragen zu lassen. Mit diesen Handlungen begingen sie gemeinschaftlich den Straftatbestand der Urkundenfälschung.
Für die Angeklagten FU und NS besteht laut Anklage der begründete Verdacht, dass sie in Komplizenschaft mit den Angeklagten AL und LS im Notariat GH zum Zweck der Veräußerung von Katastergrundstücken das gefälschte Dokument benutzten und dadurch die Straftat der „Legalisierung falscher Inhalte“ begingen.
Laut Anklage besteht der Verdacht, dass der Angeklagte GH als Beamter - Notar in Ferizaj - seine offizielle Stellung missbraucht hat, um anderen Angeklagten einen materiellen Vorteil zu verschaffen, und dass er mit dieser Handlung den Straftatbestand des "Missbrauchs der offiziellen Stellung oder Autorität" begangen hat.
Es besteht zudem der begründete Verdacht, dass er am 9. März 2023 im Notariat in Ferizaj als Amtsperson seine Stellung missbraucht hat, um sich durch die Erstellung eines serbischsprachigen Kaufvertrags über den Verkauf und Kauf von Grundstücken in der serbischen Katasterzone Babushi einen materiellen Vorteil zu verschaffen. Vertragspartner waren die Verkäufer DR und DR, die er gemäß der Vollmacht von HR vertrat, sowie der Käufer NR. Der Vertrag umfasste ein 1724 m² großes Grundstück. Mit diesem Handeln beging er den Straftatbestand des Amtsmissbrauchs.
Die Staatsanwaltschaft führte weiter aus, dass gegen die Angeklagten JM, BL und NN der Verdacht besteht, dass sie in Mittäterschaft den Amtsträger, den Angeklagten GH, einen Notar in Ferizaj, bei der Begehung des Straftatbestands des Amtsmissbrauchs unterstützt haben. Laut Anklageschrift halfen sie bei der Erstellung der Vollmacht vom 14.03.2024, mit der der Angeklagte FU zum Verkauf und Kauf von Katastergrundstücken des Eigentümers SV bevollmächtigt war, obwohl sie wussten, dass der Angeklagte NN nicht SV war, der 1986 verstorben war. Diese Vollmacht wurde anschließend im Notariat für den Verkauf und Kauf von Katastergrundstücken verwendet. Damit begingen sie den Straftatbestand des Amtsmissbrauchs.
ebenfalls
Drei Personen wurden wegen Amtsmissbrauchs festgenommen, darunter ein Notar aus Vitia.
Da gemäß dem Antrag der Staatsanwaltschaft ein begründeter Verdacht besteht, dass der Angeklagte NS in Mittäterschaft mit dem Angeklagten LS im Büro des Notars GH den aus der Straftat erlangten Gegenstand erworben und dadurch die Straftat der Mittäterschaft „Erwerb, Empfang oder Verheimlichung von Gegenständen, die aus der Begehung einer Straftat erlangt wurden“ begangen hat.
Die Angeklagten befinden sich seit dem 28. April seit 48 Stunden in Haft.
-
In Prizren werden 18 Grundstücke bebaut; gegen den Verdächtigen wird wegen Amtsmissbrauchs Haft beantragt.
-
Zwei Personen wurden festgenommen, weil sie im Verdacht stehen, in Prizren Eigentum im Wert von 1 Million Euro veräußert zu haben.
-
Antrag auf Inhaftierung von drei Polizeibeamten abgelehnt
-
Unter den wegen Immobilienbetrugs Festgenommenen befinden sich zwei Katasterbeamte und ein Justizbeamter.