Der außenpolitische Experte Besar Gërgi erklärte, der russische Präsident Wladimir Putin sehe keinen Grund, den Krieg in der Ukraine zu beenden. In der KTV-Sendung „Interaktiv“ sagte Gërgi, die westlichen Sanktionen hätten nicht die erwartete Wirkung erzielt, und Russland rücke auf dem Schlachtfeld vor.
Gërgi sagt, Putin habe den US-Friedensvorschlag nicht angenommen, und die heutige Erklärung in Kirgisistan, dass dies ein Ausgangspunkt sein könnte, beweise dies.
„Wir haben von Putin gehört, dass dieser Plan als Ausgangspunkt für ein künftiges Abkommen dient. Er sagt gewissermaßen, dass es noch kein Abkommen zwischen uns gibt, dieses aber später kommen wird. Er bezieht sich auf den 28-Punkte-Plan, nicht aber auf den zwischen den USA und der Ukraine vereinbarten Entwurf. Er ignoriert ihn. Für Putin gibt es kein Abkommen. Die New York Times veröffentlichte dazu eine gute Analyse. Sie zeigt, wie Russland auf dem Schlachtfeld vorrückt und wie die Sanktionen wirtschaftlich nicht den erwarteten Schaden anrichten und Russland nicht wie befürchtet geschwächt haben. Putin sieht keinen Grund, den Krieg zu beenden, und leider deutet alles darauf hin, dass dieser Krieg in den kommenden Monaten weitergehen wird“, sagte Gërgi.
Er sagte, der US-Gesandte Steve Witkoff verfüge nicht über viel diplomatische Erfahrung und interpretiere russische Botschaften falsch.
„Witkoff hat wenig diplomatische Erfahrung. Er interpretiert einige russische Signale falsch, als bestünde die Bereitschaft zu einem Abkommen. Das hatten wir schon im Frühjahr, und jetzt wieder. Er kehrt mit der Nachricht nach Washington zurück, die Russen seien bereit und es müsse nur noch die Ukrainer überzeugt werden. Das setzt Trump unter enormen Druck auf die Ukraine, da er Signale erhält, der Kreml stehe auf der richtigen Seite und man müsse nur noch Selenskyj zum Abschluss des Abkommens bewegen“, sagte Gërgi.