Granit Xhaka gab dem renommierten Schweizer Medienportal „Blick“ ein ausführliches Interview. Der Schweizer Kapitän sprach über verschiedene Themen – seinen Erfolg mit Sunderland, seine Ziele in der Schweizer Nationalmannschaft und die internen Entwicklungen im Team. Er wurde auch zur Entscheidung von Leon Avdullahu und Albian Hajdari befragt, für Kosovo und nicht für die Schweiz zu spielen. Xhaka deutete an, dass Avdullahu und Hajdari keine Chance auf einen Stammplatz in der Schweizer Nationalmannschaft hatten.
„Spieler dieser Qualität will man definitiv nicht verlieren. Für sie geht es darum, ihren Status einschätzen zu können. Würden sie sich in drei oder vier Jahren einen Stammplatz in der Schweizer Nationalmannschaft sichern können? Ich habe da meine Zweifel, wenn ich bedenke, wer noch nicht für uns spielt, aber in seiner Karriere deutlich weiter ist. Ardon Jashari ist seit drei Jahren bei uns und hat erst vier Einsätze absolviert“, sagte Xhaka.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenEr betonte, dass Leon Avdullahu noch nicht das Niveau von Ardon Jashari, dem Spieler von Milan, erreicht habe.
„Ist Leon besser als Ardoni? Ich glaube nicht. Aber er ist ein guter Spieler, sonst würde er nicht jedes Spiel für Hoffenheim bestreiten. Vielleicht fehlte ihm etwas Geduld gegenüber der Schweiz. Letztendlich ist es aber ihre Entscheidung, für Kosovo zu spielen, das derzeit auf einem sehr hohen Niveau agiert“, betonte Granit Xhaka.
Die Schweiz führt die Gruppe mit drei Punkten Vorsprung vor Kosovo an. Im letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams gewann die Schweiz mit 4:0. Sollte die Schweiz am Samstag gegen Schweden nicht gewinnen und Kosovo Slowenien besiegen, wäre das Spiel am Dienstag in Pristina zwischen Kosovo und der Schweiz das Finale um den Gruppensieg und damit um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft.
Xhaka ist für ein solches Spiel bereit, peilt aber am Samstag gegen Schweden ein Ticket für die Weltmeisterschaft an.
„Wenn wir gegen Schweden unsere Leistung bringen, kommt es nicht so weit. Und wenn das Finale in Pristina stattfindet, dann ist das eben so. Wir akzeptieren die Situation. Es wäre nicht das erste Mal, dass wir dort antreten“, sagte der Kapitän der Schweiz.
Xhakas Mittelfeldpartner Remo Freuler fehlt in den nächsten beiden Spielen. Xhaka sprach über seine Bedeutung und sagte gleichzeitig, er sei gespannt, wen Trainer Murat Yakin als Nachfolger von Freuler ernennen werde.
Xhaka sprach auch über den Erfolg von Sunderland und lobte die Fans des Teams. Als Beispiel nannte er das Auswärtsspiel gegen Chelsea.
„Auswärts gegen Chelsea waren sie die Einzigen, die man hören konnte. Sie sind echte Fans, keine Touristen. Sie sind nicht zufällig in der Stadt, Sunderland ist ihr Leben. Ob sie 80 oder 5 Jahre alt sind, sie wissen, warum sie im Stadion sind. Sie haben uns seit dem ersten Spiel mit unglaublicher Leidenschaft unterstützt.“
Xhaka ist bei Sunderland der unbestrittene Anführer, genau wie in der Schweiz.
„Ich kam als großer Name ins Team. Die Erwartungen waren hoch. Es war die größte Herausforderung meiner Karriere, nicht nur für mich, sondern auch für meine Familie. Jeder Moment hier hat sich gelohnt“, sagte der 33-Jährige.
Xhaka betonte, dass er vom ersten Moment an wusste, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.
„Wenn man sich so wohlfühlt, gibt man drei oder vier Prozent mehr. Für das Trikot, für die anderen Spieler, für den Verein“, sagte Xhaka.
Er ist stolz auf die Vergleiche, die mit ihm gezogen werden, und gleichzeitig fest entschlossen, mit der Schweiz an der Weltmeisterschaft 2026 teilzunehmen.
„Freuler, Rodriguez und ich sind in einem Alter, in dem wir wahrscheinlich unsere letzte Weltmeisterschaft spielen können. Ob wir 2030 körperlich fit genug sein werden, um dabei zu sein, ist eine große Frage. Deshalb möchte ich unbedingt ein Ticket für die WM 2026“, sagte Xhaka.