Es ist die 92. Minute im Frauen-EM-Spiel zwischen der Schweiz und Finnland. Geraldine Reuteler spielt einen Ball in den Strafraum. Ein perfekter Pass für Riola Xhemaili, die den Ball aus fünf Metern ins Netz befördert. Das Stadion in Genf explodiert. Es ist das Tor zum 1:1.
„Das Tor, das in die Geschichte des Schweizer Fußballs eingehen wird“, schreibt das Medium „20 Minuten“.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenMit diesem Ziel qualifizierte sich die Schweiz erstmals für das Viertelfinale der Europameisterschaft. Die Europameisterschaft findet in der Schweiz statt und fast das ganze Land feierte am Donnerstagabend.
Der 22-jährige Albaner war nach dem Spiel sehr glücklich.
„Ich wollte auf die Fans zulaufen, aber da war ein Zaun und ich wollte nicht dagegen fallen“, sagte Xhemaili, als wir ihn fragten, was ihm nach dem historischen Tor durch den Kopf gegangen sei.
„Es ist unglaublich. Es ist das beste Gefühl, das ich je erlebt habe. Es ist, als wäre ein wunderschöner Traum wahr geworden.“
VIDEO: Xhemails Tor
🇨🇭 Xhemaili, le but de la Qualifikation! 😍 #WEURO2025 | @nati_sfv_asf pic.twitter.com/egy6kn0sYq
— UEFA auf Französisch (@UEFAcom_fr) Juli 10, 2025
Sie konnte nicht glauben, was passiert war, besonders nach einem schwierigen Jahr. Obwohl sie ein hervorragendes Jahr beim PSV Eindhoven in den Niederlanden hatte, in dem sie in 14 Spielen 26 Tore erzielte und sechs Vorlagen gab, war Riola nicht in den Plänen der Schweizer Trainerin Pia Sundhage. Sie wurde zu mehreren Trainingslagern nicht einberufen, doch Anfang Juni absolvierte sie ihren ersten Auftritt des Jahres. Und sie glänzte.
„Und nun ist sie zur großen Heldin des Landes geworden“, heißt es in dem Artikel der großen Schweizer Zeitung „20 Minuten“ weiter.
Riola fühlte sich vor ihrer Einwechslung gut. Sie kam erst in der 82. Minute ins Spiel.
„Ich wusste, dass ich dieses Tor schießen würde. Als der Ball kam, wusste ich, wo ich stehen musste. Ich durfte nur nicht im Abseits stehen. Und dann ist das Tor reingegangen. Es ist schön, das zu erleben, wir haben es verdient“, sagte Xhemaili, die glücklich ist, ihre Familie stolz gemacht zu haben.
„Viele haben an mir gezweifelt. Aber ich denke, ich habe gezeigt, warum ich hier bin und dass ich der Mannschaft helfen kann“, sagte der albanische Fußballer.
Der „Blick“ schrieb, Xhemaili habe das Tor im besten Moment der Schweizer Nationalmannschaftsgeschichte erzielt.
„Es ist unglaublich, wie wir die Schweiz zum Jubeln bringen“, fuhr der Stürmer fort.
Die Schweizer Kapitänin Lia Walti lobte Riola.
„Rio hat eine Qualität, die viele andere nicht haben – sie schafft das Unerwartete. Ich bin unglaublich stolz auf sie, dass sie für uns die Matchwinnerin ist“, sagte Walti.
Die Frauen-Europameisterschaft wird in der Schweiz mit grossem Interesse verfolgt. Beim Spiel gegen Finnland waren 26'1 Zuschauer im Stadion. Über eine Million Zuschauer verfolgten das Spiel am Fernseher.
In Genf und anderen Städten der Schweiz wurde gefeiert. Dank eines albanischen Fußballspielers.