Valdet Rama hat über seine Leidenschaft für Fußball gesprochen. Er erzählte von den schönsten Momenten seiner Karriere und berichtete unter anderem auch von seinen Begegnungen mit Lionel Messi und der gemeinsamen Dopingkontrolle mit dem argentinischen Superstar.
Der ehemalige Fußballer Rama wechselte im Januar 2013 zu Real Valladolid. Nach einem Heimspiel gegen Barcelona wurden er und Messi einem Dopingtest unterzogen. Dopingtests sind im Profifußball üblich, und die Spieler werden stichprobenartig ausgewählt.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten Beitragen„Wir haben das Spiel 1:0 gewonnen, und ich wollte unbedingt sein Trikot haben. Nach dem Spiel war ich erst sehr schüchtern, aber dann habe ich all meinen Mut zusammengenommen und ihn gefragt. Er meinte, er würde mir seins im Spielertunnel geben. Dann kam unser Mannschaftsarzt zu mir und sagte: ‚Valdet, du musst zur Dopingkontrolle.‘ In dem Moment dachte ich: ‚Doktor, Messi gibt mir sein Trikot, ich kann jetzt nicht gehen.‘ Leider musste ich doch gehen, aber zum Glück musste Messi auch zur Dopingkontrolle. Dann hat er mir auch sein Trikot gegeben. Wir waren ungefähr zweieinhalb bis drei Stunden in der Kontrolle und haben uns unterhalten. Ich war total aufgeregt, weil man diese Ausstrahlung, die er hat, förmlich spüren kann. Man genießt es einfach, und ich habe mich riesig über sein Trikot gefreut. Aber meins wollte er nicht“, sagte Rama lachend. Er gab dem großen deutschen Medienportal „Sport1“ ein Interview.
Mitrovicas Rama verbrachte zwei Spielzeiten bei Real Valladolid, wo er während dieser Zeit auch die Gelegenheit hatte, gegen Barcelona anzutreten.
„Damals war es die beste Liga der Welt. Real Madrid, Barcelona, Atlético Madrid und Sevilla waren vier spanische Vereine, die den europäischen Fußball dominierten. Es war ein Traum, gegen solche Mannschaften anzutreten. Ich habe es genossen“, sagte der 38-Jährige.
Rama beantwortete auch die Frage, wie es für ihn war, mit Stars wie Messi, Neymar und anderen, die einst für Barcelona spielten, auf dem Spielfeld zu stehen.
„Ich bin ein großer Barcelona-Fan, und zum ersten Mal im Camp Nou zu spielen, war ein unglaubliches Gefühl. Normalerweise kennt man die Spieler nur aus Videospielen oder dem Fernsehen, aber mit ihnen auf dem Platz zu stehen – das ist die beste Erfahrung, die ich mir hätte machen können“, betonte der ehemalige albanische Nationalspieler.
Ramas Weg, mit Messi und vielen anderen Weltstars auf dem Platz zu stehen, war nicht einfach. Er wurde Profi, nachdem er seine ersten Schritte im Fußball im Kosovo gemacht hatte.
„Ich kam 1996 mit meiner Familie aus dem Kosovo nach Deutschland. Ich war damals acht Jahre alt, und natürlich fiel es mir anfangs schwer, mich einzuleben, weil ich die Sprache nicht sprach und wir uns als Familie in Deutschland erst zurechtfinden mussten. Aber wir haben uns von Anfang an sehr wohl gefühlt. Fußballspielen war schon immer meine große Leidenschaft, aber hauptsächlich nur auf der Straße. Erst später habe ich angefangen zu spielen. Dann bin ich in die Jugendakademie von Rot-Weiss Essen gekommen. Danach bin ich nach Wolfsburg gewechselt, wo ich ebenfalls drei wundervolle Jahre verbracht habe“, betonte er.
Der ehemalige Flügelspieler sagte, er habe in Wolfsburg kein Glück gehabt.
„Leider hatte ich dort einige Verletzungen und mir wurde klar, dass ich etwas Neues ausprobieren musste. Ich bekam ein Angebot vom FC Ingolstadt, für den Zweitligisten zu spielen. Dort begann meine Profikarriere richtig. Ich persönlich hatte ein gutes Jahr in Ingolstadt, aber der Verein stieg ab. Danach erhielt ich Angebote und entschied mich für Hannover 96. Anschließend spielte ich in Schweden und Spanien, bevor ich nach Deutschland zurückkehrte. Profifußballer zu werden war immer mein Traum, deshalb bereue ich nichts. Ich bin sehr dankbar und stolz, mein Ziel erreicht zu haben“, sagte Rama.
Ramas Karriere als Profifußballer war außergewöhnlich. Er erzielte wunderschöne Tore, glänzte mit seinen Dribblings und explosiven Aktionen auf dem Flügel. Auch für die albanische Nationalmannschaft spielte er mit großem Erfolg. Er absolvierte 15 Länderspiele für die rot-schwarze Nationalmannschaft.