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Fußball

Nivokazi fühlt sich nach seinem ersten Hattrick in der Super League wie ein 15-Jähriger.

Rilind Nivokazi

Neun Spiele ohne Torerfolg sind eine lange Zeit für einen Stürmer. Das gibt sogar Stürmer Rilind Nivokazi selbst zu.

Doch der 26-Jährige war überzeugt, dass das nächste Tor in der Schweizer Super League kommen würde.

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Und Nivokazi erzielte am Sonntag nicht nur ein, sondern gleich drei Tore für Sion, das die Young Boys mit 3:1 besiegte.

„Ich hatte es nicht erwartet. Ich hatte in den letzten Spielen kein Tor erzielt und stand deshalb etwas unter Druck. Umso glücklicher bin ich, dass ich getroffen habe. Nach dem ersten Tor beruhigte ich mich, weil ich nervös war. Aber als ich das zweite Tor schoss, sagte ich mir: ‚Heute schieße ich das dritte Tor.‘ Ich erzielte das dritte Tor, aber es wurde wegen Abseits aberkannt. Ich war mir sicher, dass ich noch vor Verlassen des Platzes ein weiteres Tor erzielen würde. Gott sei Dank habe ich einen Hattrick erzielt. Gegen einen Gegner wie die Young Boys, eine der besten Mannschaften der Schweiz, zu treffen, macht den Hattrick umso besonderer. Ich widme ihn meiner Familie, die immer zu mir gehalten und mich unterstützt hat“, sagte Nivokazi am Montag gegenüber KOĦAN.

Nivokazi erzielte sein erstes Tor in der 15. Minute, sein zweites in der 42. Minute und seinen Hattrick in der 77. Minute. Ein Tor von Nivokazi in der 60. Minute wurde aberkannt.

Für Nivokaz war es der erste Hattrick in der Schweizer Super League, insgesamt hat er in 26 Spielen 11 Tore erzielt.

„Es ist mein erster Hattrick in der Super League. Ich habe zwar schon früher getroffen, aber dieser ist etwas ganz Besonderes. Er hat mich mental ungemein befreit. Ich bin wie ein völlig anderer Mensch. Ich fühle mich wie 10 oder 15, nicht wie 26. Ich hoffe, noch weitere Tore zu schießen. Die Mannschaft ist auf dem Vormarsch, und wir haben das Ziel, unter die ersten Sechs zu kommen. Ich hoffe, wir schaffen noch mehr. Ich habe auch ein Torziel, aber das möchte ich nicht verraten, weil ich Angst habe, dass es sich dann nicht erfüllt“, sagt Nivokazi.

Vor seinem Einsatz für die kosovarische U21-Nationalmannschaft spielte Nivokazi für Italien in den Altersklassen U18, U17 und U16. Zuletzt stand er auf der Reserveliste der kosovarischen A-Nationalmannschaft. Er hofft auf eine Einladung von Franco Foda.

„Mein Ehrgeiz ist riesig. Ich rechne fest damit, aber es gibt sehr starke Spieler vor mir. Der Trainer entscheidet. Wenn ich nominiert werde, wäre ich überglücklich. Aber wenn nicht, werde ich weiter hart arbeiten. Ich hoffe jeden Tag auf eine Einladung, besonders nach dem Hattrick. Ich habe mit meinem Bruder gesprochen und ihm gesagt, dass dieser Hattrick vielleicht ein Zeichen für eine Nominierung ist. Aber selbst wenn nicht, werde ich unermüdlich weiterarbeiten und auf meine Chance warten“, sagte Nivokazi.

Im Angriff des Kosovo herrscht große Konkurrenz. Vedat Muriqi von Mallorca gilt als Hauptstürmer. Neben ihm spielt zuletzt Fisnik Asllani von Hoffenheim. Auch Albion Rrahmani kommt gelegentlich für den Kosovo zum Einsatz.

Es wird erwartet, dass Muriqi und Asllani im Halbfinal-Playoff-Spiel um die Weltmeisterschaft 2026 gegen die Slowakei erneut im Angriff zum Einsatz kommen werden.