Es fühlt sich an, als wären Wochen vergangen, seit Paris Saint-Germain und Bayern München im Hinspiel des Champions-League-Halbfinals ein außergewöhnliches Spiel lieferten. Vielleicht liegt es einfach daran, dass das 5:4-Ergebnis noch immer in Erinnerung ist. Und das völlig zu Recht.
Tatsächlich liegen zwischen dem Hinspiel im Parc des Princes und dem Rückspiel in der Allianz Arena, das am Mittwoch um 21:00 Uhr stattfindet, nur acht Tage.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenSeitdem ist nicht viel passiert. Sowohl PSG als auch Bayern spielten am Wochenende in ihren nationalen Ligen unentschieden. Natürlich nahmen beide Teams Änderungen an ihren Aufstellungen vor.
Während Luis Enrique gegen Lorient fast seine gesamte Startelf schonte, brachte Vincent Kompany im 3:3-Unentschieden gegen Heidenheim zu Beginn der zweiten Halbzeit die vier Topspieler Harry Kane, Michael Oliseh, Luis Diaz und Joshua Kimmich. Kompany hätte die Stars auch dann eingewechselt, wenn die Bayern nicht in Schwierigkeiten geraten wären, aus Respekt vor dem Gegner und dessen Fans, wie der belgische Trainer erklärte.
Die Frage ist nun, wie ausgeruht beide Teams zum zweiten Halbfinale sein werden. Insgesamt spricht der Frischefaktor für PSG. Ousmane Dembélé, der beste Spieler der Welt und Torschützenkönig des Hinspiels, hat in der Ligue 1 erst neun Spiele von Beginn an bestritten. Harry Kane hingegen hat so viele Spiele von Beginn an absolviert, dass er bereits in der zehnten Runde zum Einsatz kam, und Michael Olise eine Runde später.
Und obwohl Kompany in den letzten Wochen kaum Alternativen zur Verfügung standen, brachte Enrique im Hinspiel den kürzlich genesenen Mittelfeldspieler Fabian Ruiz als Einwechselspieler. Anschließend wechselte er Bradley Barcolan ein, den Bayern im Sommer gerne verpflichten würde.
Vor dem Rückspiel dürfte Kompany etwas entspannter sein. Tom Bischof kehrt nach seiner Verletzungspause für die Partie gegen Heidenheim ins Team zurück. Obwohl er noch keine Stammrolle innehat, gilt er als wichtige Alternative für Bayern und hat dies bereits unter Beweis gestellt.
Es besteht Hoffnung, dass Supertalent Lennart Karl, der aufgrund von muskulären Problemen pausieren musste, am Mittwoch ebenfalls einsatzbereit sein wird. Karl könnte auch als Einwechselspieler zum Einsatz kommen, doch niemand weiß, wie lange das Rückspiel dauern wird. Führt Bayern nach 90 Minuten mit einem Tor, müssen alle Spieler weitere 30 Minuten spielen.
Und hier hat Bayern den Vorteil. Nicht nur, weil Achraf Hakimi gegen Paris nicht zur Verfügung steht, sondern auch, weil das Hinspiel eindrucksvoll gezeigt hat, wie bereit die von Kompany trainierte Mannschaft trotz des nahenden Saisonendes noch immer ist.
Während viele PSG-Spieler kaum noch liefen, drängten die Gäste aus Deutschland auf den Ausgleich zum 5:5.
Es ist ein Hoffnungsschimmer für Mittwochabend, doch es bleibt fraglich, ob Kompany erneut auf die Schnelligkeit von Alphonso Davies als Linksverteidiger setzt oder ihn erst später einwechselt. Im Hinspiel wurde der verletzte Kanadier nach der Halbzeit von Konrad Laimer ersetzt.
Leon Goretzka, der auch in Paris nur Ersatzspieler war, überzeugte am Wochenende mit zwei Toren, hatte am Dienstag aber Schwierigkeiten. Er dürfte im weiteren Spielverlauf noch einmal zum Einsatz kommen, möglicherweise als Ersatz für Jamal Musiala oder Aleksandar Pavlović.
Im Angriff werden Kane, Oliseh und Luis Diaz eine tragende Rolle einnehmen, während in der Verteidigung für die Schlussphase des Spiels nur Min-Jae Kim eine Option darstellt. Raphael Guerreiro und Serge Gnabry stehen zur Verfügung, während Nachwuchstalent Bara Sapoko Ndiaye nicht für die Champions League gemeldet ist.