Fußball

Betrug und Gewalt, „Krankheiten“, die nicht zum kosovarischen Sport gehören

Gewalt im Sport

Zwei Vereine der Premier League wurden von Spielmanipulationen ausgeschlossen. Unterdessen wurden zwei Personen wegen Angriffen auf Handball-Schiedsrichter festgenommen.

Durchsetzungsvermögen und Gewalt werden im kosovarischen Sport nicht geteilt. Und das galt auch diese Woche.

Für Aufsehen sorgte die Entscheidung des kosovarischen Fußballverbandes bzw. seiner Organe, Ulpiana aus Lipjan und Vllaznia aus Pozheran aus den Wettbewerben der Ersten Liga auszuschließen. Nach Angaben der Wettbewerbs- und Disziplinarkommission haben Ulpiana und Vllaznia das Ergebnis des Spiels zwischen ihnen manipuliert. Vllaznia gewann am 4. April in Lipjan mit 3:7.

Basierend auf dem offiziellen Bericht kam FFK zu dem Schluss, dass die Heimmannschaft einen deutlichen Mangel an Engagement im Spiel an den Tag legte. Es ließ dem Gegner bewusst viele Räume und machte es der Auswärtsmannschaft leichter. Tatsächlich weigerte sich Ulpiana laut Entscheidung des Disziplinargerichts, ein Tor zu erzielen, obwohl es dazu in der Lage war.

Die Entscheidung stützte sich auch auf die Fernsehaufnahmen, die Kommunikation der Spieler mit Telefonnachrichten „und Daten aus vertraulichen Berichten“.

Der Entscheidung zufolge werden Ulpiana und Vllaznia in der nächsten Ausgabe in der Zweiten Liga spielen.

FFK hat noch nie eine wirkungsvollere Entscheidung zur Bekämpfung von Verschwörungen getroffen. Es sind aber auch andere Vorwürfe aufgetaucht. Beide Vereine werfen vor, dass die Entscheidung mit der Bevorzugung eines dritten Vereins, nämlich Flamurtar aus Pristina, zusammenhängt. Es wird erwartet, dass noch weitere beteiligt werden, es bleibt jedoch abzuwarten, ob FFK gegenüber anderen Vereinen nach den gleichen Kriterien vorgehen wird.

Beide Vereine beharren auf ihrer Unschuld. Vllaznia reichte eine Beschwerde ein und befand, dass die Entscheidungen unbegründet, ohne Argumente und tendenziös seien.

„Wir erwarten eine verdienstvolle Entscheidung und eine Entschuldigung von allen, die versuchen, das Image unseres Vereins zu zerstören, der seit mehr als einem halben Jahrhundert besteht“, schrieb Vllaznia.

Neben den Skandalen wird dem Fußball auch die unsachgemäße Arbeit der Schiedsrichter vorgeworfen. Solche Vorwürfe gab es am Wochenende auch im Rennen um den Meistertitel in der Superliga.

Der Trainer von Llapi, Tahir Batatina, sagte, dass sein Team im Spiel gegen Dukagjin in Klina schwer beschädigt worden sei. Ihm zufolge hat Dukagjini den Schiedsrichter angewiesen. Llapi zog mit Balkan und Drita unentschieden und verlor an Tempo.

Im Spiel zwischen Dukagjin und Llapi kam es zu Spannungen.

Allerdings nicht auf dem Niveau wie am Samstagabend in Mitrovica nach einem Handballspiel. Trepça und Besa Famgas trafen aufeinander, während das Pejan-Team einen Sieg errang. Nach Spielende betraten Unbefugte das Spielfeld. Zwei von ihnen griffen die Schiedsrichter körperlich an, teilt der Handballverband des Kosovo mit.

Für diesen Vorfall seien zwei Personen festgenommen worden, bestätigte die Kosovo-Polizei am Sonntag gegenüber TIME.

„Bezüglich des Vorfalls im Fitnessstudio „Minatori“ wurden zwei Verdächtige festgenommen und inhaftiert. „Das Verfahren wurde wegen „leichter Körperverletzung“ eingeleitet“, teilte die Polizei von Mitrovica mit.

Nach Angaben des Verbandes besteht der Verdacht, dass der Angriff von zwei ehemaligen Handballspielern verübt wurde.

„Nachdem das Spiel zu Ende war, betraten Unbefugte das Spielfeld. Zwei von ihnen griffen die Schiedsrichter des Spiels körperlich an. Es besteht der Verdacht, dass es sich um ehemalige Handballspieler handelt, was die Veranstaltung noch inakzeptabler macht. Der Handballverband des Kosovo verurteilt die gezeigte Gewalt aufs Schärfste, während die Gremien des Verbandes in der nächsten Woche die verdienstvollen Entscheidungen darüber treffen werden, was passiert ist“, heißt es in der Mitteilung der FHK.

In der Endphase der Meisterschaft wird es fast regelmäßig Vorwürfe und Verdächtigungen wegen Absprachen und Einflussnahme auf den Wettbewerb geben. Und auch Gewalt ist, basierend auf bisherigen Auflagen und Schildern, nicht ausgeschlossen.