Die Schweiz und Australien lieferten sich am Samstag in der brütenden Hitze von San Diego ein eher glanzloses Spiel. Doch nach einem 1:1-Unentschieden sorgte der Schweizer Kapitän Granit Xhaka für frischen Wind.
„So kann man nicht spielen, sonst fährt man nach drei Spielen nach Hause. Wir müssen aufwachen. Das 1:1-Unentschieden war eine Aufforderung an alle, aufzuwachen“, sagte Xhaka dem Schweizer Fernsehen SRF.
Dem Schweizer Bundeskanzler ist die Tragweite dieser Worte vollkommen bewusst. Und er wünscht sich ganz klar eine stärkere Mobilisierung eine Woche vor dem ersten WM-Spiel der Schweiz.
„Es gab diese Woche einige Dinge, die nicht gut liefen, und das wirkt sich auf das Spiel aus. Wenn man hart arbeitet, sieht man das auf dem Platz. Das war diese Woche nicht der Fall“, fuhr Xhaka fort.
Es ist nicht das erste Mal, dass der Mittelfeldspieler und die Schweizer Fußballlegende die Arbeit in der Nationalmannschaft kritisiert. In seiner beeindruckenden Karriere hat er dies immer wieder getan. Besonders 2023 sorgte er nach einem Spiel gegen Kosovo für Aufsehen, als er auch die Trainingsbedingungen der Schweizer kritisierte. Damals gab es einen positiven Wandel in der Schweiz.
Trainer Murat Yakin hat auf Xhakas jüngste Äußerung reagiert.
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Der Direktor der Schweizer Nationalmannschaft äußert sich zur Situation um Xhaka.
„Mit Granit wird es nie langweilig. Er will immer gewinnen und besteht auf Perfektion.“
Yakin bewertet das Freundschaftsspiel deutlich positiver. Er sagte, es sei ein erfolgreicher Test mit zwei oder drei Konzentrationsschwächen gewesen.
„Uns haben auch wichtige Stürmer wie Ruben Vargas oder Breeel Embolo gefehlt. Ich bin sicher, wir werden bereit sein“, fuhr Yakin fort.
Er wies scherzhaft darauf hin, dass die Schweiz vor vier Jahren im letzten Spiel vor der Weltmeisterschaft mit 0:2 gegen Ghana verloren hatte.
„Wir sind also auf dem richtigen Weg.“
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Granit Xhaka, ein geborener Anführer
Yakin hat nach der Kritik des Kapitäns Xhaka an der Vorbereitung ein privates Treffen mit ihm angekündigt. Der Schweizer Nationaltrainer erklärte, die Spieler hätten aufgrund ihrer WM-Verpflichtungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten mit dem Training begonnen.
In seiner Stellungnahme gegenüber dem Schweizer Fernsehen betonte Xhaka, dass er „gelernt habe, dass er nicht alles sagen kann“. Aber er habe genug gesagt.
„Wir haben noch eine Woche Zeit, an uns selbst zu arbeiten, und dann sind wir bereit. Dafür brauchen wir maximalen Einsatz“, sagte Xhaka.
Ardon Jashari gehört ebenfalls zur Schweizer Nationalmannschaft. Derzeit hat er jedoch nur die Rolle eines Ersatzspielers inne.
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Xhaka setzt nach dem Unentschieden gegen Australien ein starkes Zeichen
Das Schweizer Fernsehen schrieb, Xhaka wisse, was er tue. Laut SRF wisse Xhaka aufgrund seiner Erfahrung, wie er das Beste aus seinen Teamkollegen herausholen könne, „und wenn nötig, auch unter dem Druck öffentlicher Kritik“.
Andere Medien, wie zum Beispiel „Bluewin“, schrieben ebenfalls, dass der Kampf zwischen Xhaka und Yakin ein „gutes Zeichen“ sei.