Der irakische Stürmer Aymen Hussein hatte auf dem Weg zu seiner ersten Weltmeisterschaft Verspätung.
Aber bei seinem Debüt hat er sein Bestes gegeben.
Anfang des Monats war unklar, ob Hussein an der Weltmeisterschaft teilnehmen könnte. Er und ein weiteres Mitglied der irakischen Delegation wurden bei der US-Zollkontrolle in Chicago mehrere Stunden aufgehalten. Nach einem siebenstündigen Verhör durfte Hussein schließlich in die USA einreisen – das Mannschaftsfoto jedoch nicht.
Am Mittwochmorgen erzielte Hussein das zweite WM-Tor für den Irak. Es war der einzige Treffer der Iraker bei der 1:4-Niederlage gegen Norwegen.
Hussein erzielte zwar auch ein Eigentor, doch der irakische Trainer Graham Arnold sprach von den positiven Aspekten.
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„Ich möchte mich lieber an seine Leistung und seine Spielweise erinnern. Er hatte während der Saison einige Verletzungen. Er ist ein Spieler, der im Strafraum schwer zu kontrollieren ist. Ich bin sehr stolz auf ihn“, sagte Arnold.
Der Irak nimmt zum ersten Mal seit 40 Jahren an der Weltmeisterschaft teil.
Hussein wuchs in einer Zeit auf, in der der Fußball inmitten der Wirren im Irak Momente der Einheit bot. Er hat persönliche Tragödien erlebt.
Im Alter von 12 Jahren wurde sein Vater von Al-Qaida erschossen, als er Baumaterialien für sein Haus kaufte. Der Vater des Fußballers war Soldat in der irakischen Armee.
Ein paar Jahre später wurde Husseins älterer Bruder entführt und ist seither verschwunden.
„Ich habe beschlossen, mit dem Fußball aufzuhören, um für meine Familie zu sorgen, aber meine Mutter hat sich geweigert“, sagte Hussein in einem Interview.
Es war Husseins Mutter, die ihn ermutigte, seinem Traum zu folgen. Die Weltmeisterschaft bedeutet die Verwirklichung eines Traums. Doch der Weg dorthin war für den 30-Jährigen alles andere als einfach.
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Er war Iraks bester Spieler in der langen WM-Qualifikation. Er erzielte sage und schreibe zwölf Tore. Im März schoss er den Siegtreffer gegen Bolivien. Mit diesem Sieg qualifizierte sich Irak für die Weltmeisterschaft.
Hussein spielte hauptsächlich für irakische Mannschaften, aber auch in Ländern wie Tunesien, Katar und Marokko. Für den Irak erzielte er 34 Tore in 96 Länderspielen.