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DIE WELT

Die Schweiz plant, den Immobilienkauf durch Ausländer einzuschränken.

Schweiz

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Foto: Associated Press

Die Schweizer Regierung kündigte am Mittwoch an, die Regeln für den Kauf von Immobilien durch Ausländer im Land verschärfen zu wollen. Hintergrund sind Sorgen über eine Wohnungsnot und ein bevorstehendes Referendum über eine mögliche Bevölkerungsbegrenzung.

Der regierende Bundesrat erklärte in einer Stellungnahme, er wolle das sogenannte „Lex Koller“-Gesetz, das den ausländischen Besitz von Schweizer Immobilien einschränkt, ändern und werde Konsultationen zu den vorgeschlagenen Änderungen durchführen, die bis Mitte Juli dauern werden.

Nach den Vorschlägen müssten Bürger von Ländern, die weder der Europäischen Union noch der Europäischen Freihandelsassoziation angehören, eine Genehmigung zum Kauf eines Hauptwohnsitzes einholen und diesen innerhalb von zwei Jahren wieder verkaufen, wenn sie die Schweiz verlassen.

Die Vorschläge sehen außerdem ein Verbot für diese Bürger vor, Gewerbeimmobilien ausschließlich zu Vermietungs- oder Anlagezwecken zu erwerben. Der Kauf von Ferienhäusern soll durch die Reduzierung der kantonalen Genehmigungsquoten und die Verschärfung der Wiederverkaufsbestimmungen eingeschränkt werden.

Der höhere Lebensstandard in der Schweiz, die starke Unternehmenslandschaft und die Schaffung von Arbeitsplätzen haben die Zuwanderung gefördert und damit die Befürchtung genährt, dass die öffentliche Infrastruktur überlastet wird.

Im Juni stimmen die Schweizer über einen Vorschlag ab, der verhindern soll, dass die Zahl der ständigen Einwohner bis 2050 10 Millionen übersteigt. Der Bundesrat hat die Wähler dringend aufgefordert, den Vorschlag abzulehnen.