Das israelische Militär gab am Mittwoch erstmals zu, auf das Fahrzeug geschossen zu haben, in dem die 5-jährige Hind Rajab im Gazastreifen unterwegs war, und kündigte außerdem an, eine strafrechtliche Untersuchung wegen Mordes an ihr eingeleitet zu haben.
Die israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) hatten zuvor eine Beteiligung an dem Tötungsdelikt im Januar 2024 bestritten. Einige Monate später erklärte das Militär, eine vorläufige Untersuchung habe ergeben, dass sich israelische Streitkräfte „weder in der Nähe des Fahrzeugs noch in Reichweite seines Feuers“ befunden hätten.
Rajab war eines von sieben Familienmitgliedern, die mit dem Auto im nördlichen Gazastreifen unterwegs waren, als das Fahrzeug unter israelisches Feuer geriet. Rajab überlebte den ersten Angriff und flehte stundenlang telefonisch palästinensische Sanitäter um Hilfe an. Der zu seiner Rettung entsandte Krankenwagen wurde später in Brand gesetzt.
Zwölf Tage später wurde Rajabs Leiche in einem von Kugeln durchsiebten Auto gefunden.
Die Aufnahmen von Rajabs Telefongespräch mit Sanitätern erregten internationales Aufsehen und verstärkten die Forderungen nach Aufklärung ihres Mordes und des Todes von Tausenden anderer Kinder in Gaza.
Ein Film über dieses Ereignis mit dem Titel „The Voice of Hind Rajab“ wurde für einen Oscar im Jahr 2026 nominiert.
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