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DIE WELT

Starmer steht wegen Mandelsons Verbindungen zu Epstein unter Druck.

Keir Starmer

Foto: Associated Press

Der britische Arbeits- und Rentenminister Pat McFadden musste sich am Sonntag Fragen zur Zukunft von Premierminister Keir Starmer stellen.

Starmer steht vor der wohl größten Krise seiner 18-monatigen Amtszeit: der Entscheidung, Peter Mandelson im Jahr 2024 zum britischen Botschafter in Washington zu ernennen, während eine kleine Anzahl seiner eigenen Abgeordneten offen seine Urteilsfähigkeit und seine Zukunft in Frage stellt.

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Letzte Woche kamen neue Beweise für Mandelsons Beziehung zu Jeffrey Epstein ans Licht und rissen eine alte Wunde für Starmer und die Labour-Partei wieder auf, da das Ausmaß von Mandelsons Verbindungen zu dem verstorbenen Sexualstraftäter sowie der Verdacht, dass er Epstein vertrauliche Regierungsinformationen zukommen ließ, enthüllt wurden.

Pat McFadden räumte am Sonntag ein, dass die Möglichkeit bestehe, dass Starmer diese Rolle nicht weiter ausüben werde.

„Wenn der Premierminister im Amt bleibt, glaube ich nicht, dass das irgendetwas ändern würde“, sagte McFadden gegenüber der BBC.

Die Zeitung „The Telegraph“ berichtete am Sonntag unter Berufung auf Freunde des stellvertretenden Premierministers David Lammy, dass Lammy, der zum Zeitpunkt von Mandelsons Ernennung Außenminister war, Starmer vor seiner Nominierung gewarnt habe.

Auf die Frage, ob Starmers Führungsposition ernsthaft gefährdet sei, sagte McFadden, die Labour-Partei solle Starmer unterstützen, da es nicht gut für das Land sei, alle 18 Monate bis zwei Jahre einen neuen Premierminister zu haben.

„Mir ist bewusst, dass es diese Woche viele schlechte Schlagzeilen gegeben hat“, erklärte er.

Neben Lammy habe auch Angela Rayner, seine Vorgängerin als stellvertretende Premierministerin, Freunden erzählt, dass sie Starmer davor gewarnt habe, Mandelson den Posten zu geben, berichtete die Zeitung „The Times“.

Starmer entließ Mandelson im vergangenen September wegen seiner Verbindungen zu Epstein.

Mandelson wird derzeit von der Polizei wegen angeblichen Amtsmissbrauchs untersucht.