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DIE WELT

Der „ökologische“ Staat mit wilden Konstruktionen

Es ist ein wunderschöner Tag an der Adriaküste Montenegros. Die Luft ist warm, die Sonne steht im Zenit und Miljan Vujošević schenkt dem alten Schiff einen Strand, den nur die Einheimischen kennen. Aber Vujosheviqi ist nicht im Urlaub. Er macht diese Reise nur aus geschäftlichen Gründen.

Die Bucht von Kotor, die einzige schmale Bucht in der Adria und ein von der UN-Welterbeagentur geschütztes Gebiet, ist bedroht. Er wuchs in dieser idyllischen Ecke des Balkans auf. Er hat mit eigenen Augen gesehen, wie seine Heimatstadt in den letzten Jahren zu einem Anziehungspunkt für ausländische Touristen geworden ist. Kotor ist eines der beliebtesten Reiseziele.

Montenegro war einst Teil Jugoslawiens und liegt an der südöstlichen Flanke Europas. Es ist kein produzierendes Land, es verfügt über keine starke Industrie und es hat auch kaum Chancen, jemals der Europäischen Union beizutreten. Um dies zu kompensieren, ist es stark auf den Tourismus angewiesen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Doch der Tourismus sei ein zweischneidiges Schwert und drohe das kleine Land auf dem Balkan zu zerstören, meint Koha Ditore.

Entlang der Adriaküste werden neue Wohnungen und Resorts gebaut, am stärksten hat die Bautätigkeit jedoch entlang der Bucht von Kotor zugenommen. Montenegrinische Kommunen sowie große und kleine Investoren haben in diesen Teilen an Dynamik gewonnen. Und wenn eine bürokratische Hürde auftaucht, haben viele Kommunalbeamte – auch diejenigen, die sich mit Baugenehmigungsfragen befassen – keine Hemmungen, Bestechungsgelder anzunehmen. Und jeder, der sich beschwert oder versucht, die Korruption lokaler Beamter hervorzuheben, gerät sofort in Schwierigkeiten.

Vujosevic ist einer von ihnen.

Zerstörung antiker Ruinen

Der 46-Jährige arbeitet hauptberuflich als Programmierer. Er ist Technologieingenieur. Er ist an Drohungen so gewöhnt, dass er es nicht interessant findet, wenn sie ihn bedrohen. Die meisten von ihnen sind anonym; per E-Mail oder per Mobiltelefon. Die Drohungen hätten ihn „ermutigt“, über seine Familie und die Zukunft seiner Kinder nachzudenken. Sein Auto wurde mehrfach angegriffen. Jemand hat versucht, es einzuschalten. Die Polizei untersuchte den Fall nicht einmal... (Lesen Sie mehr in Koha Ditore)

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