Die Vereinigten Staaten von Amerika werden von der überwiegenden Mehrheit der europäischen Bürger nicht länger als Verbündeter, sondern vielmehr als „unverzichtbarer Partner“ betrachtet. Einer Umfrage des European Committee for Foreign Policy (ECFR), einer renommierten Denkfabrik, zufolge gaben nur 21 Prozent der Befragten an, sie sähen die USA als Verbündeten. 50 Prozent meinen hingegen, Amerika sei lediglich ein „unverzichtbarer Partner“.
Angesichts der Rolle, die die Vereinigten Staaten von Amerika historisch bei der Befreiung, Verteidigung, Entwicklung und Einigung Europas gespielt haben, sind diese Zahlen alarmierend. Dies könnte jedoch eine Folge des zunehmend negativen Vokabulars sein, das der neugewählte amerikanische Präsident Donald Trump gegenüber den europäischen Verbündeten verwendet, indem er sie als „Ausbeuter Amerikas“ beschimpft und ihnen mit einem Handelskrieg droht.
Die Ansicht, die USA seien eher ein „unverzichtbarer Partner“ als ein „Verbündeter“, dominiert in allen 14 europäischen Ländern, in denen Bürgerbefragungen durchgeführt wurden – darunter auch jene, in denen die Bevölkerung ausgesprochen proamerikanisch eingestellt ist, wie etwa in Polen, Estland und Dänemark. In Spanien sehen lediglich 14 Prozent der Befragten Amerika als Verbündeten. Sogar in Großbritannien, Amerikas traditionell wichtigstem Verbündeten in Europa, gibt es mehr Bürger, die die USA als „unverzichtbaren Partner“ betrachten denn als Verbündeten.
Ebenso erachten die meisten Europäer die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten nicht als „förderlich“ für den Weltfrieden. Die Anhänger der extremen Rechten in Europa sind diejenigen, die sich am meisten über Trumps Wahl zum Präsidenten freuen. In Ländern wie Ungarn und Bulgarien hingegen hält die Mehrheit die Wahl Trumps für „nützlich“, während in Dänemark und Deutschland die überwiegende Mehrheit sie als „nicht nützlich“ ansieht.
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