Der argentinische Senat hat das umstrittene Wirtschaftsreformpaket von Präsident Javier Milei gebilligt. Die Abstimmung fand statt, als es vor dem Kongress zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei kam.
Demonstranten in Buenos Aires, die behaupten, die Maßnahmen würden Millionen Argentiniern schaden, hätten Benzinbomben und Steine geworfen und Autos angezündet, berichtet die BBC.
Berichten zufolge wurden mehrere Menschen verletzt, während lokale Medien die Szene am Mittwoch als „Schlachtfeld“ bezeichneten.
Zu den Reformen, die darauf abzielen, die schwächelnde Wirtschaft des Landes wiederzubeleben, gehören die Ausrufung des wirtschaftlichen Notstands, die Kürzung der Renten und die Einschränkung der Arbeitnehmerrechte.
Milei, ein rechter Ökonom, wurde inmitten einer tiefen Wirtschaftskrise zum Präsidenten gewählt, die er auch nach sechs Monaten im Amt immer noch nicht unter Kontrolle bringen kann.
Die jährliche Inflationsrate liegt derzeit bei nahezu 300 %, während mehr als die Hälfte der Argentinier mittlerweile in Armut lebt.
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Miles „schockierende“ Maßnahmen werden von linken politischen Parteien, Gewerkschaften und sozialen Organisationen abgelehnt.
Der 328 Artikel umfassende Gesetzentwurf wird nun Punkt für Punkt geprüft, bevor er am Donnerstag vollständig genehmigt wird. Anschließend geht es zur endgültigen Genehmigung an das Unterhaus zurück.