Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen Matthias Moosdorf, Bundestagsabgeordneter der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD), wegen des Verdachts der Verwendung von Symbolen verfassungswidriger Organisationen erhoben.
Die Anklagepunkte beziehen sich auf Vorwürfe, er habe mit den Fersen gestampft und den sogenannten Hitlergruß gezeigt., was in Deutschland gesetzlich streng verboten ist., gegenüber einem anderen Parteimitglied, in der Garderobe des Bundestages, im Juni 2023, in Anwesenheit anderer Personen.
Moosdorf, 60, aus dem ostdeutschen Bundesland Sachsen, hat die Vorwürfe zurückgewiesen und sie als „seltsam“ und „absurd“ bezeichnet, schreibt die Deutsche Welle.
Der Bundestag hob Moosdorfs parlamentarische Immunität in dieser Angelegenheit im Oktober auf.
Er trat 2016 der AfD bei und fungierte bis vor kurzem als außenpolitischer Sprecher der Partei sowie als Leiter ihrer außenpolitischen Arbeitsgruppe, die für ihre offen prorussische Haltung bekannt ist.
Im Oktober 2024 wurde bekannt gegeben, dass Moosdorf, von Beruf Cellist, mit einer Ehrenprofessur in Moskau ausgezeichnet wurde.
Im September verhängte die Partei gegen ihn eine Geldstrafe von 2.000 Euro wegen ungenehmigter Reisen nach Russland.