DIE WELT

Netanjahu begrüßt Trumps Gaza-Plan, die Hamas lehnt ihn ab.

Benjamin Netanyahu

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßte am Dienstag die Zustimmung der Vereinten Nationen zum Plan der Trump-Regierung für einen dauerhaften Frieden im Gazastreifen, während die Hamas ihn ablehnte.

Die am Montag vom UN-Sicherheitsrat verabschiedete Resolution ermächtigt zur Schaffung einer internationalen Stabilisierungstruppe, um die Ordnung im kriegszerstörten Gazastreifen zu gewährleisten, billigt die Einrichtung einer Übergangsbehörde namens Friedensrat, die von Präsident Donald Trump beaufsichtigt werden soll, und skizziert einen möglichen Weg zur Schaffung eines unabhängigen palästinensischen Staates.

„Wir glauben, dass der Plan von Präsident Trump Frieden bringen wird, weil er auf der vollständigen Entmilitarisierung und Entwaffnung des Gazastreifens besteht“, schrieb Netanjahus Büro am Dienstag auf der X-Plattform.

Die Resolution erteilt der internationalen Truppe ein umfassendes Mandat, das unter anderem die Grenzüberwachung, die Sicherung des Gebiets und die Entmilitarisierung des Gazastreifens umfasst.

Der US-Plan sieht vor, dass die Stabilisierungstruppe die „dauerhafte Deaktivierung der Waffen nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen“ gewährleisten soll. Er ermächtigt diese Truppe, „alle notwendigen Maßnahmen zur Erfüllung ihres Mandats“ im Einklang mit dem Völkerrecht zu ergreifen – eine UN-Formulierung, die die Möglichkeit des Einsatzes militärischer Gewalt impliziert.

Die Hamas erklärte am Montag, die Aufnahme der Entwaffnung in den Plan begünstige die Besatzung. Sie fügte hinzu, die Resolution erfülle weder die Forderungen noch die politischen und humanitären Rechte des palästinensischen Volkes.

Die Hamas forderte, dass jede internationale Truppe unter UN-Aufsicht stehen, nur an den Grenzen des Gazastreifens zur Überwachung des Waffenstillstands eingesetzt werden und ausschließlich in Zusammenarbeit mit palästinensischen Institutionen agieren dürfe.