Tausende Menschen wurden aus einem Gebiet nördlich von Paris evakuiert, nachdem eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg kontrolliert gesprengt worden war, berichtet die BBC.
Bewohner von Colombes, die sich in einem Umkreis von 450 Metern um den Fundort des Sprengsatzes befanden, wurden von der Polizei aufgefordert, ihre Häuser bis 7 Uhr morgens Ortszeit zu verlassen, während die Behörden eine Operation zur Entschärfung der Bombe durchführten.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenEin erster Versuch, den Zünder des Geräts zu entfernen, schlug fehl, wie französische Medien berichteten. Daraufhin zerstörten die Behörden die historische Munition vor Ort mit einer kontrollierten Sprengung.
Die Operation sei „erfolgreich durchgeführt“ worden und die Evakuierungsanordnung sei am frühen Sonntagabend aufgehoben worden, bestätigte der Präfekt von Hauts-de-Seine in einer Erklärung.
Die Bombe wurde am 10. April bei Bauarbeiten in der Rue des Champarons entdeckt. Die Behörden sicherten das Gebiet und bedeckten den Sprengsatz mit Sand, während Vorbereitungen für seine Bergung getroffen wurden.
Vor Beginn der Operation sagte der örtliche Beamte Alexandre Brugere, sie sei „gefährlich“ und erfordere ein „hohes Maß an Vorbereitung“.
Fast 800 Polizisten wurden eingesetzt, um die 900 Meter große Evakuierungszone durchzusetzen, während eine zweite, breitere Zone, die sich einen Kilometer vom Bombenort erstreckte, es den Bewohnern erlaubte, im Haus zu bleiben, aber Aktivitäten im Freien einschränkte.
Die Anwohner erhielten Notfallwarnungen mit der Aufforderung, das Gelände zu verlassen, und wurden darüber informiert, dass sie erst nach Abschluss der Operation zurückkehren dürften.
„Die Behörden haben uns gesagt, wir sollen die Fenster schließen, wenn wir das Haus verlassen, aber wir haben nichts mitgenommen – wir haben alles so gelassen, wie es war“, sagte Alida, eine Anwohnerin, der Zeitung Le Parisien.
Es wurden Aufnahmezentren für diejenigen eingerichtet, die gezwungen waren, ihre Häuser zu verlassen, einschließlich Unterstützung für gefährdete Bewohner, die medizinische Hilfe benötigten.
Die Polizei teilte mit, dass Sprengstoffexperten die kontrollierte Sprengung am Sonntag um 15:20 Uhr durchgeführt haben. Die Evakuierungsanordnung wurde kurz nach 16:00 Uhr aufgehoben.
Auch 86 Jahre nach Kriegsbeginn werden in ganz Europa noch regelmäßig Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden.
Diejenigen, die in städtischen Zentren entdeckt werden – in der Regel bei Ausgrabungen für die Fundamente neuer Gebäude – können aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte in der Umgebung ein größeres Risiko darstellen.