Österreichs Mitte-Rechts-Koalitionsregierung, das erste Dreiparteienbündnis seit dem Zweiten Weltkrieg, trat am Montag ihr Amt an. Damit endete Österreichs längste Wartezeit auf eine neue Regierung und die rechtsextreme Freiheitliche Partei (FPÖ) blieb in der Opposition.
Obwohl die FPÖ die Parlamentswahlen im September mit rund 29 Prozent der Stimmen gewann, gelang es ihr nicht, eine Koalitionsregierung zu bilden, berichtet Reuters.
Als die FPÖ im vergangenen Monat ihre Bemühungen um eine Regierungsbildung aufgab, nahmen die konservative Volkspartei (ÖVP), die Sozialdemokraten (SPÖ) und die liberalen Neos den Versuch einer Koalitionsbildung wieder auf, nachdem sie einen früheren Versuch im Januar aufgegeben hatten.
Sollte ihr jüngster Versuch scheitern, gäbe es kaum eine Alternative zu vorgezogenen Wahlen. Umfragen zufolge hätten diese den Stimmenanteil der europaskeptischen und russlandfreundlichen FPÖ deutlich erhöht.
In der neuen Regierung wird die ÖVP das Innen- und Verteidigungsministerium leiten, die Sozialdemokraten kontrollieren Finanzen und Justiz und die Neoliberalen führen das Außenministerium.
Zwar haben sich die drei Parteien auf ein 200 Seiten umfassendes Regierungsprogramm geeinigt, doch im Laufe ihrer gemeinsamen Führung müssen sie noch viele weitere politische Maßnahmen erarbeiten, was möglicherweise zu Spannungen innerhalb ihres Bündnisses führen könnte.
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