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DIE WELT

Das "Zapad"-Manöver beunruhigt den Westen

Die am Donnerstag (14.09.) begonnenen russischen und weißrussischen Militärmanöver tragen den Namen „Zapad“ und sollen zeigen, wo genau der Westen zu denken hat.

Russland und Weißrussland haben das erweiterte, international kritisierte Manöver „Zapad“ – Westen – begonnen. Bei diesem Manöver würden Soldaten für moderne Konflikte ausgebildet, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. „Die Ausbildung hat eine rein defensive Funktion und richtet sich nicht gegen einen Staat oder eine Ländergruppe“, hieß es aus Moskau.

100.000 oder „nur“ 12.700 Soldaten?

An den siebentägigen Übungen werden offiziellen Angaben zufolge Soldaten beider Länder sowie rund 250 Panzer und Kriegsschiffe teilnehmen. Einige Nato-Staaten gehen davon aus, dass die Zahl der an den Manövern beteiligten Soldaten deutlich höher ist. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen rechnet mit bis zu 100.000 Soldaten. Kritiker befürchten zudem, dass die Soldaten nach den Manövern das Land nicht verlassen werden.

Stoltenberg: Es besteht keine unmittelbare Gefahr

Bei militärischen Manövern kommt es auf die Anzahl der Soldaten an. Sollte die Teilnehmerzahl an den Manövern 13.000 Soldaten übersteigen, muss Russland gemäß den OSZE-Regeln ausländische Beobachter zulassen. Seit der Annexion der Krim im Januar 2014 hat die Nervosität in der Region und unter den westlichen Nachbarn zugenommen. Bei Manövern kursiert die Angst vor einem Krieg. Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärte, dass „dieses Manöver das wichtigste Ereignis für die Streitkräfte sei“. Doch die östlichen Nachbarn und die NATO bezweifeln, dass es sich dabei lediglich um ein Verteidigungsmanöver handelt.

Als Reaktion auf russische Manöver stationierten die USA Kampfjets in Litauen. Auch mit der Verlegung amerikanischer Kriegsschiffe in die Ostsee ist zu rechnen. Die Nato sei wachsam, aber „es besteht keine unmittelbare Gefahr“, sagte Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch.

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