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DIE WELT

Lukaschenkos Spiel mit dem Elend der Flüchtlinge

Alexander Lukaschenko lockt Flüchtlinge aus dem Nahen Osten mit dem Versprechen in sein Land, dass sie in Deutschland Asyl beantragen dürfen. Doch die Grenzen wurden geschlossen und Tausende Menschen suchen nun Hilfe, nachdem sie in Minsk festsitzen

Mit Taschen auf dem Rücken und Schlafsäcken auf dem Arm vor einem großen Einkaufszentrum im Zentrum von Minsk sind Dutzende Flüchtlinge und Einwanderer zurückgeblieben. Einige von ihnen sind in Decken gehüllt, während andere mit dem Blick auf ihre Handys auf und ab gehen. Sie sind Bürger verschiedener Länder Asiens und des Nahen Ostens und träumen davon, Staaten der Europäischen Union zu werden. Besonders Deutschland, die stärkste Volkswirtschaft Europas, schreibt das Magazin „Der Spiegel“ in einem Artikel über die Bemühungen von Flüchtlingen und Einwanderern, die nach der Schließung der Grenzen Polens zu Weißrussland festsitzen.

Rache des letzten Diktators

Warschau, aber auch Brüssel werfen dem letzten Diktator Europas, Alexander Lukaschenko, vor, dass er mit dem „Export“ von Flüchtlingen versuche, die Europäische Union zu destabilisieren, als Rache für die europäischen Sanktionen gegen ihn als Strafe für die lange innenpolitische Krise in der ehemaligen Sowjetrepublik.

„Es sind vor allem Flüchtlinge aus dem Irak, die sich hier im Zentrum der weißrussischen Hauptstadt versammelt haben, einem Land, über das die Menschen aus dem Nahen Osten keine allgemeinen Informationen haben“, schreibt „Der Spiegel“. „Einige Weißrussen haben begonnen, diesen Teil von Minsk ‚Klein-Bagdad‘ zu nennen.“

Der 23-jährige Ali erzählte dem deutschen Magazin, dass er mit zwei Freunden Zeit vor dem fünfstöckigen Gebäude verbringt, in dem es auch ein türkisches Restaurant gibt. Dort sind die Tische mit Flüchtlingen gefüllt, die zu Mittag essen. Das Restaurant ist bekannt und die Speisen werden nach muslimischer Tradition und Anforderungen zubereitet. Zwei Frauen mit Kopftüchern, ihre Kinder schlafen auf Stühlen. Die Tasche und der Koffer liegen auf dem Boden. Sie seien verschmiert, beschreibt „Der Spiegel“.

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„Sie müssen vom Berg zurückgekommen sein“, betont Ali, während er mit seinen Freunden an einem Tisch sitzt und auf die Suppe wartet. Er erzählte, dass er bis vor kurzem im Nordirak gelebt und für seine Arbeit nur sechs Dollar pro Tag verdient habe. „Das war kein Leben“, betonte er. Der Kurde kommt seit Oktober nach Weißrussland. Er hat gezeigt, wie er „auf dem Berg“ gelebt hat, als ob er sich auf den Teil der Außengrenze der Europäischen Union beziehen würde. Die Grenze liegt etwa 250 Kilometer von der weißrussischen Hauptstadt entfernt.

Der deutsche Traum

Ali hat gesagt, dass er davon träumt, eines Tages Deutschland zu erreichen. Allerdings ist seine Reise sehr schwierig. Vor allem nach der Verschärfung der Grenzmaßnahmen durch Polen in dieser Woche. Das offizielle Warschau hat mehr als 15 Soldaten entlang seiner heiklen Grenze zu Weißrussland stationiert, nachdem am Montag Hunderte Flüchtlinge und Migranten das erste Land der Europäischen Union gestürmt hatten. Ali versuchte dreimal, die Grenze zu überqueren, doch es gelang ihm nicht und er musste in die Hauptstadt Minsk zurückkehren. Schätzungen zufolge halten sich in Weißrussland zwischen 25 und XNUMX Flüchtlinge und Einwanderer aus Asien und dem Nahen Osten auf, mit der Hoffnung, dass sie in die Mitgliedstaaten der Europäischen Union gelangen.

Dabei handelt es sich vor allem um Iraker, aber auch um Syrer und Afghanen, die Weißrussland über die sogenannte „Belarussische Straße“ verlassen wollen. Lukaschenko, der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin unterstützt wird, habe allen, die die ehemalige Sowjetrepublik als Transitstaat betrachten, mehrmonatige Visa erteilt, schreibt „Der Spiegel“.

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Ali hat nicht die Absicht, seinen Traum aufzugeben, obwohl die Hoffnungen schwinden, seit Polen die Grenze mit Spezialeinheiten gepanzert hat.

Übersetzt von: Rexhep Maloku