Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ist in China eingetroffen, während deutsche Unternehmen vor einem gravierenden Handelsungleichgewicht warnen.
Laut Bundesstatistik waren die Importe aus China nach Deutschland im vergangenen Jahr mehr als doppelt so hoch wie der Wert der deutschen Exporte nach China.
„Wir wollen eine Partnerschaft mit China, die ausgewogen, verlässlich, reguliert und fair ist“, sagte Merz vor seiner Abreise nach Peking.
Es wird erwartet, dass Merz China drängen wird, seinen Einfluss auf Moskau geltend zu machen, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Das enorme Handelsdefizit bleibt jedoch das Hauptthema dieser Gespräche, da der Bundeskanzler von einer großen Wirtschaftsdelegation begleitet wird.
China wird auch 2025 wieder Deutschlands größter Handelspartner sein und die USA hinter sich lassen.
Hinter dieser Schlagzeile verbirgt sich jedoch eine starke und besorgniserregende Ungleichheit in Deutschland, der größten Volkswirtschaft der EU.
ebenfalls
Misstrauen gegenüber der deutschen Regierung und ihren Reformen
Im Jahr 2025 wurden Waren im Wert von 170.6 Milliarden Euro aus China nach Deutschland importiert, was einem jährlichen Anstieg von 8.8 % entspricht, während die deutschen Exporte nach China um 9.7 % auf 81.3 Milliarden Euro zurückgingen.
„Die Handelsbeziehungen mit China untergraben den Kern der deutschen Industrie, insbesondere in den Bereichen Automobil, Maschinenbau und Chemie“, warnte Jürgen Matthes vom Deutschen Institut für Wirtschaft (IW).
-
Reform in Deutschland: Regelungen zu Krankheitsurlaub, Steuern und Arbeitsverträgen ändern sich
-
Putin trifft zu Gesprächen mit Xi in China ein.
-
Merzi fordert eine „vertrauenswürdige transatlantische Partnerschaft“.
-
Merz wurde kritisiert, nachdem er die Syrer aufgefordert hatte, „in ihr Land zurückzukehren“.