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DIE WELT

Javier Milei „wühlt“ Argentinien auf

Javier Millei

Der rechtsextreme Politiker Javier Milei, ein Bewunderer des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, hat bei den Vorwahlen in Argentinien die Mehrheit der Stimmen gewonnen.

Die Vorwahlen, an denen Präsidentschaftskandidaten aller Parteien teilnehmen, gelten als Schlüsselindikator für die Präsidentschaftswahl am 22. Oktober.

Javier Milei übertraf die Erwartungen, indem er 30 % der Stimmen gewann und populärere Politiker besiegte.

Argentinische Medien bezeichneten das Ergebnis als „politisches Erdbeben“.

Vorwahlen in Argentinien unterscheiden sich von denen in anderen Ländern, da sie nicht auf Parteimitglieder beschränkt sind, sondern allen offen stehen, die bei Präsidentschaftswahlen wahlberechtigt sind. Auch die Abstimmung ist Pflicht.

Daher gilt derjenige, der die meisten Stimmen erhält, als Favorit für die Präsidentschaftswahl am 22. Oktober.

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Meinungsumfragen vor den Vorwahlen hatten Milei hinter dem Mitte-Links-Wirtschaftsminister Sergio Massa und der konservativen Kandidatin Patricia Bullrich eingestuft.

Doch mit mehr als 97 % der ausgezählten Stimmen gelang es Milei, 30.06 % der Stimmen zu gewinnen und ließ damit Bullrich mit 28.27 % und Sergio Massa mit 27.24 % hinter sich.

Miley ist eine ehemalige TV-Persönlichkeit. Obwohl er seit 2021 Kongressabgeordneter ist, stellt er sich gerne als politischer Außenseiter dar.

Seine Anti-Establishment-Ansichten haben ihn bei den argentinischen Wählern beliebt gemacht, die bereits wütend auf die derzeitigen und früheren Regierungen sind, weil sie es nicht geschafft haben, die argentinische Wirtschaftskrise zu lösen.

Milei hat seine Rivalen aus den politischen Parteien des Landes scharf angegriffen.

Nach der Vorwahl am Sonntag sagte er seinen Anhängern: „Wir haben es geschafft, diese wettbewerbsfähige Alternative aufzubauen, die der parasitären, diebischen und nutzlosen politischen Kaste ein Ende setzen wird.“

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Der 52-Jährige hat gesagt, dass er im Falle seines Sieges die argentinische Zentralbank abschaffen, den Peso durch den US-Dollar ersetzen und staatliche Unternehmen privatisieren werde, die große Verluste verursachen.

In einer Politik, die an Brasiliens ehemaligen rechtsextremen Führer Jair Bolsonaro erinnert, schlug Milei auch eine Lockerung der Waffenkontrolle vor.

Er hat auch erklärt, dass er gegen eine Abtreibung sei, wenn das Leben der Mutter nicht in Gefahr sei.

Unterdessen werden die Kandidaten auf den Plätzen zwei und drei, Patricia Bullrich und Sergio Massa, nun versuchen, vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahl am 22. Oktober an Boden zu gewinnen.

Am 19. November findet eine Stichwahl mit den beiden Spitzenkandidaten statt, wenn kein Kandidat 45 % der Stimmen – oder 40 % mit einem Vorsprung von 10 % – erreicht, die für den Gesamtsieg erforderlich sind.

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Da die drei Spitzenkandidaten im Vorwahlkampf weniger als vier Prozentpunkte voneinander trennen, ist eine Stichwahl derzeit sehr wahrscheinlich.

Übersetzt von: Forca Jashari