Israel führt derzeit Gespräche mit dem Südsudan über die Möglichkeit, Palästinenser aus dem kriegszerstörten Gazastreifen nach Ostafrika umzusiedeln.
Sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen bestätigten die Gespräche gegenüber Associated Press.
Es ist unklar, wie weit die Gespräche bereits fortgeschritten sind. Sollten die Pläne jedoch umgesetzt werden, würden sie zur Umsiedlung von Menschen aus einem vom Krieg heimgesuchten und von Hungersnot bedrohten Land in ein anderes führen und menschenrechtliche Bedenken aufwerfen.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagt, er wolle die Vision des US-Präsidenten Donald Trump verwirklichen und den Großteil der Bevölkerung des Gazastreifens durch eine, wie Netanjahu es nennt, „freiwillige Migration“ umsiedeln.
Israel hat anderen afrikanischen Ländern ähnliche Umsiedlungsvorschläge unterbreitet. Palästinenser, Menschenrechtsgruppen und ein Großteil der internationalen Gemeinschaft lehnen die Vorschläge als Plan zur Zwangsräumung und Verstoß gegen das Völkerrecht ab.
Für den Südsudan wiederum könnte ein solches Abkommen dazu beitragen, engere Beziehungen zu Israel aufzubauen, das mittlerweile die nahezu unangefochtene Militärmacht im Nahen Osten ist.
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Israel sagt, es sei mit mehreren Ländern in Gesprächen über die Umsiedlung von Palästinensern
Und Ägypten lehnt Vorschläge zur Umsiedlung der Palästinenser aus dem Gazastreifen ab.
Die AP berichtete bereits über ähnliche Gespräche, die Israel und die USA mit dem Sudan und Somalia – ebenfalls von Krieg und Hungersnot betroffenen Ländern – sowie mit der abtrünnigen Region Somaliland initiiert hatten. Der Stand dieser Gespräche ist unbekannt.