Deutschland hat im vergangenen Jahr einer Rekordzahl von 291,955 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen. Das ist ein Anstieg von 46 Prozent gegenüber 2023. Laut Angaben des Statistischen Bundesamtes stellen Syrer die größte Gruppe der deutschen Staatsbürger.
Reformen im Staatsbürgerschaftsrecht hätten zu dem Anstieg beigetragen, erklärte das Amt in einer Erklärung. Im vergangenen Juni hatte Deutschland die Einbürgerungsfrist von acht auf fünf Jahre und in besonderen Fällen sogar auf drei Jahre gelockert, berichtete Reuters.
Viele Syrer, die 2015/16 als Flüchtlinge kamen, als die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel die Grenzen Deutschlands für Hunderttausende öffnete, die vor Krieg und Verfolgung im Nahen Osten flohen, könnten 2024 die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.
Damit stellen Syrer mit 28 Prozent aller Einbürgerungen bzw. 83,150 Personen die größte Gruppe der Neubürger. Es folgen Türken, Iraker, Russen und Afghanen.
Das neue Staatsbürgerschaftsgesetz ermöglicht es Einzelpersonen, ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit beizubehalten und gleichzeitig die deutsche Staatsangehörigkeit zu beantragen.