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DIE WELT

Laut UN hat die sexuelle Gewalt gegen Kinder in Haiti um 1000 Prozent zugenommen

Laut UN hat die sexuelle Gewalt gegen Kinder in Haiti um 1000 Prozent zugenommen

Foto: Getty

Das Bandenregime in Haiti habe zu einem dramatischen Anstieg sexueller Gewalt gegen Kinder geführt, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) mit. 

Die Karibikinsel ist laut UNICEF seit Jahren Opfer von Bandengewalt, die der Bevölkerung äußerst gewalttätig gegenübersteht.

Sexuelle Gewalt gegen Kinder habe seit 1000 um 2023 Prozent zugenommen, ihre Körper würden zu „Schlachtfeldern“, sagte UNICEF-Sprecher James Elder laut BBC.

UNICEF schätzt, dass 85 Prozent der Hauptstadt Port-au-Prince unter der Kontrolle von Banden stehen. Mehr als eine Million Kinder leben in ständiger Bedrohung durch Gewalt. 

Elder nannte das Beispiel eines 16-jährigen Mädchens, das zum Einkaufen von zu Hause weggegangen war und von bewaffneten Männern gefangen genommen wurde. Sie wurde mehrmals geschlagen, unter Drogen gesetzt und vergewaltigt. 

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Sie wurde einen Monat lang festgehalten, bis die Bande sie freiließ, nachdem ihr klar wurde, dass die Familie nicht über das Geld verfügte, um ihre Freilassung zu bezahlen. Entführungen zur Erpressung von Lösegeld sind in Haiti weit verbreitet. 

Jetzt ist sie mit vielen anderen Mädchen in einem UN-Heim. 

Die Kontrolle der Banden in Port-au-Prince hat zu einem nahezu vollständigen Zusammenbruch von Recht und Ordnung sowie der Gesundheitsversorgung geführt und eine Nahrungsmittelkrise ausgelöst.

Allein im vergangenen Jahr kamen in Haiti durch Bandengewalt mehr als 5,600 Menschen ums Leben. 

Laut UNICEF werden sogar Kinder von Banden rekrutiert, manchmal mit Gewalt. 

Die Organisation ist auf Gangmitglieder gestoßen, die teilweise erst 8 Jahre alt waren. 

Laut UNICEF werden die Grundbedürfnisse haitianischer Kinder für eine normale Kindheit nicht erfüllt, selbst wenn sie noch zu Hause bei ihren Familien sind. Schulen und Krankenhäuser sind nicht voll funktionsfähig und Zehntausende Kinder gehen nicht zur Schule. 

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Die Organisation hat in Haiti mobile Schutzräume geschaffen, um Kinder zu unterstützen und sexueller Gewalt vorzubeugen. 

Doch als die Organisation im vergangenen Jahr 221,4 Millionen Dollar an Fördermitteln für ihre Arbeit in Haiti beantragte, erhielt sie nur ein Viertel davon. Es gibt Befürchtungen, dass die Bedürfnisse Haitis erneut vernachlässigt werden, nachdem die USA die Finanzierung der weltweiten humanitären Hilfe eingefroren haben.