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DIE WELT

Belgien erkennt den Staat Palästina bei der UN-Generalversammlung an

Belgien

Belgien hat angekündigt, dass es den Staat Palästina während der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) offiziell anerkennen wird und sich damit Ländern wie Australien, Großbritannien, Kanada und Frankreich anschließt.

Dies erklärte Außenminister Maxime Prévot am Dienstag. Er betonte zudem Belgiens Engagement für den Wiederaufbau Palästinas und betonte, dass sich das Land für europäische Maßnahmen gegen die Hamas einsetzen werde.

„Belgien wird sich den Unterzeichnern der New Yorker Erklärung anschließen und den Weg für eine Zweistaatenlösung ebnen, in der ein palästinensischer Staat friedlich neben Israel koexistiert. Belgien strebt die Anerkennung des palästinensischen Staates im Rahmen einer gemeinsamen diplomatischen Initiative unter Führung Frankreichs und Saudi-Arabiens an“, sagte Prévot in einem Beitrag auf der Plattform X.

Belgien wird außerdem zwölf Sanktionen gegen Israel verhängen, darunter ein Einfuhrverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen, eine Überprüfung öffentlicher Verträge mit israelischen Unternehmen und die Erklärung von Hamas-Führern zur Persona non grata in Belgien, berichtet Reuters.

Diese Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem der internationale Druck auf Israel aufgrund des Krieges im Gazastreifen, der nach dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 begann, bei dem 1,200 Israelis getötet und über 250 Geiseln genommen wurden, bereits zunimmt.

Die USA unterstützen zwar eine Zweistaatenlösung, lehnen aber eine einseitige Anerkennung Palästinas ab. Sie haben dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas sogar die Einreise zum UN-Gipfel nach New York verboten. US-Präsident Donald Trump kritisierte Kanadas Entscheidung, einen palästinensischen Staat zu unterstützen, und Marco Rubio bezeichnete Frankreichs Entscheidung in dieser Frage als rücksichtslos.

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Israel reagierte heftig und erwägt Berichten zufolge, als Reaktion auf diese Anerkennungen Teile des Westjordanlands zu annektieren, obwohl der Internationale Gerichtshof im Jahr 2024 entschied, dass die Besetzung palästinensischer Gebiete, einschließlich der Siedlungen, durch Israel illegal ist und sofort beendet werden muss.

Israel behauptet, diese Gebiete seien „umstrittene Gebiete“ und nicht besetzt, doch der Großteil der internationalen Gemeinschaft betrachtet sie als solche.

Die Palästinenser streben seit langem einen Staat im Westjordanland und im Gazastreifen an, mit Ostjerusalem als Hauptstadt.