DIE WELT

Drei Deutsche, die verdächtigt werden, chinesische Spione zu sein, werden festgenommen

Deutschland - China, Flaggen

Drei deutsche Staatsbürger seien wegen des Verdachts der Spionage zugunsten Chinas und der Weitergabe von Informationen über Technologie mit möglicher militärischer Nutzung festgenommen worden, berichtet die Agentur „AP“. Die Staatsanwälte sagten, den drei deutschen Staatsangehörigen werde vorgeworfen, vor Juni 2022 für den chinesischen Geheimdienst gearbeitet zu haben. Sie werden außerdem verdächtigt, gegen deutsche Exportgesetze verstoßen zu haben, indem sie einen Speziallaser ohne Genehmigung exportiert haben. 

Einer der Verdächtigen, der nach deutschem Datenschutzrecht nur als Thomas R. identifiziert wurde, soll ein Agent eines Mitarbeiters des chinesischen Ministeriums für Staatssicherheit gewesen sein und Deutschland Informationen über „innovative Technologien militärischer Nutzung“ geliefert haben. Dazu nutzte er nach Angaben der Staatsanwaltschaft Herwig F. und Ina. F, ein Ehepaar, das in Düsseldorf ein Unternehmen besitzt, das der Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit mit deutschen Forschern diente, berichtet Associated Press. 

 Die britische Polizei hat unterdessen am Montag zwei Männer wegen Spionage für China angeklagt, darunter einen, der Berichten zufolge als Rechercheur im britischen Parlament für einen prominenten Abgeordneten der regierenden Konservativen Partei gearbeitet hat. Den beiden Männern im Alter von 32 und 29 Jahren wurde vorgeworfen, unter Verstoß gegen das Gesetz über Amtsgeheimnisse nachteilige Informationen an China weitergegeben zu haben, und sie werden am Freitag vor Gericht erscheinen.