DIE WELT

Bolsonaro bestreitet die gegen ihn erhobenen Vorwürfe

Der frühere brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat behauptet, seit seinem Ausscheiden aus dem Amt vor etwas mehr als einem Jahr Opfer politischer Verfolgung zu sein.

Er sagte Zehntausenden Anhängern in Sao Paulo, dass die Putschvorwürfe gegen ihn eine „Lüge“ seien.

Er forderte außerdem eine Amnestie für Hunderte seiner Anhänger, die wegen Angriffen auf öffentliche Gebäude verurteilt wurden.

Die Polizei untersucht, ob Bolsonaro nach der Wahlniederlage 2022 einen gescheiterten Putsch angezettelt hat.

Bei einer Kundgebung am Sonntag in Brasiliens größter Stadt wies der 68-jährige ehemalige Präsident die gegen ihn erhobenen Vorwürfe als politisch motiviert zurück.

Er sagte, es sei an der Zeit, die Vergangenheit zu vergessen und Brasilien vorankommen zu lassen.

Er nutzte seine Rede auch, um über die bevorstehende Präsidentschaftswahl im Jahr 2026 zu sprechen.

Bolsonaro wurde für acht Jahre von der Präsidentschaftskandidatur ausgeschlossen, weil er das brasilianische Wahlsystem untergraben und behauptet hatte, die letzte Wahl sei manipuliert worden, obwohl es keine Beweise für Wahlbetrug gab.