DIE WELT

Südkorea verbietet den Verzehr von Hundefleisch

Südkorea hat das Schlachten und Verkaufen von Hundefleisch per Gesetz verboten.

Die BBC berichtete am Dienstag, dass das Gesetz darauf abzielt, der jahrhundertealten Praxis des Verzehrs dieses Fleisches ein Ende zu setzen, bis das Interesse daran in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen war.

Laut Gesetz ist die Zucht oder Schlachtung von Hunden zum Zweck des Verzehrs sowie der Vertrieb oder Verkauf von Hundefleisch verboten. Wer wegen dieser Straftat verurteilt wird, kann im Gefängnis landen.

Die neue Gesetzgebung tritt in drei Jahren in Kraft und gibt Landwirten und Restaurantbesitzern Zeit, alternative Beschäftigungs- und Einkommensquellen zu finden.

Sie müssen einen Plan ausarbeiten, um Hundefleisch von der Speisekarte zu streichen.

Die Regierung hat versprochen, Hundefleischzüchter, Metzger und Restaurantbesitzer, deren Geschäfte schließen müssen, umfassend zu unterstützen, obwohl keine Einzelheiten zu der Entschädigung bekannt gegeben wurden, die sie erhalten werden.

Laut Regierungsstatistiken gibt es in Südkorea im Jahr 1,600 etwa 1,150 Hundefleischrestaurants und 2023 Hundefarmen.

Hundefleischeintopf, „Boshintang“ genannt, gilt bei einigen älteren Koreanern als Delikatesse, bei jüngeren Menschen ist das Fleisch jedoch nicht mehr beliebt.