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Basketball

FBK reagiert auf schwere Anschuldigungen eines französischen Spielers und spricht von „Imageschaden“.

FBK reagiert auf schwere Anschuldigungen eines französischen Spielers und spricht von „Imageschaden“.

Der kosovarische Basketballverband hat die Anschuldigungen der französischen Basketballspielerin Clara Mertz gegen den kosovarischen Verein KBF Peja 03 mit Besorgnis aufgenommen. 

In einem Artikel, der auf dem französischen Basketball-Medienportal "bebasket.fr" veröffentlicht wurde, beschuldigte Mertz Peja 03 des Vertragsbruchs und der unwürdigen Behandlung.

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Die Anschuldigungen von Mertz wurden vom Peja-Club zurückgewiesen, doch der kosovarische Basketballverband (FBK) hat einen Brief an Peja 03 gerichtet. In dem Brief heißt es, der Artikel in den französischen Medien sei vom FBK „mit Besorgnis verfolgt“ worden.

„Die betreffenden Berichte enthalten schwerwiegende Anschuldigungen hinsichtlich: Nichterfüllung finanzieller Verpflichtungen gegenüber einem ausländischen Spieler; professionelle Behandlung und institutionelle Kommunikation des Vereins; Verwendung inakzeptabler Sprache, die, falls sie sich als wahr erweisen, den Grundprinzipien der Sportethik und den Bestimmungen des FBK und der FIBA ​​widersprechen“, heißt es in dem Schreiben. 

Laut FBK schaden solche Fälle dem Image des Kosovo und des kosovarischen Basketballs.

„Wir betonen, dass solche Fälle, wenn sie im Rahmen offizieller internationaler FIBA-Wettbewerbe auftreten, nicht nur dem Ruf des jeweiligen Vereins schaden, sondern auch direkt dem Image des Kosovo, des kosovarischen Basketballs und den institutionellen Bemühungen schaden, unser Land als seriöses, faires und einladendes Umfeld für internationale Athleten zu positionieren.“

In dem Schreiben erwähnt der kosovarische Basketballverband (FBK) seine Bemühungen um die Entwicklung des Frauenbasketballs. Die negative Berichterstattung in einem Medium eines europäischen Landes wie Frankreich kann vom Verband nicht ignoriert werden. Der Verband schätzt, dass diese Berichterstattung seinem Ruf erheblichen Schaden zufügt.

Der Verband hat von Peja 03 eine Klarstellung bezüglich des Vertrags, seiner Erfüllung und der Umstände des Ausscheidens der Französin angefordert. 

Mertz wirft dem Verein Peja vor, sie nicht vertragsgemäß bezahlt zu haben und unangemessen mit ihr kommuniziert zu haben. Sie spielte im Oktober letzten Jahres mehrere Wochen für Peja 03. Dort konnte sie keine Leistung zeigen und kam in zwei Spielen nur auf 3 Minuten und 21 Sekunden Einsatzzeit. Sie belegt, dass sie vom damaligen Trainer 200 Euro erhalten hat, während der Verein ihr ihrer Aussage nach 644 Euro schuldet.

Der Verein Peja hat alle Anschuldigungen der Spielerin zurückgewiesen und erklärt, sich an den Vertrag gehalten zu haben. Weiter heißt es: „Der Profivertrag mit Clara Mertz wurde ausschließlich vom ehemaligen Trainer Izzat Ismail unterzeichnet, nicht von der Vereinsführung oder einem Rechtsvertreter. Dies beweist, dass ihre Verpflichtung sein persönliches Projekt und keine institutionelle Entscheidung des Vereins war. Von der Rekrutierung über die Vertragsunterzeichnung und das sportliche Training bis hin zur Bezahlung hat der ehemalige Trainer die gesamte Betreuung und Abwicklung für die Spielerin persönlich übernommen. Auch die Bezahlung lag in seiner Verantwortung, da diese vom von ihm akquirierten Sponsor übernommen werden sollte.“ 

Es ist bei etablierten Vereinen nicht üblich, dass der Trainer einen Spieler verpflichtet. Auch die Sicherung des Gehalts des Spielers obliegt nicht dem Trainer. In der Regel wählt der Trainer den Spieler aus, und der Verein ist für dessen Verpflichtung verantwortlich. 

Nicht selten werfen ausländische Basketballspieler, insbesondere amerikanische, kosovarischen Vereinen Vertragsbruch vor. Kosovarische Vereine haben in dieser Angelegenheit schon oft Prozesse vor dem FIBA-Gericht verloren. Fälle, in denen ausländische Spieler ihre Verträge nicht eingehalten haben, sind seltener. 

Nicht selten beklagen sich Vereine darüber, dass gute amerikanische Basketballspieler nicht nach Kosovo kommen wollen oder dass wir deutlich höhere Gehälter fordern als sie in anderen Ländern. Dies liegt unter anderem an dem Image, das die Vereine insgesamt geschaffen haben.