Die Eröffnung von 160 Kindergärten war das Ziel der Regierung in der vorherigen Legislaturperiode. Bislang wurden jedoch nur 29 eröffnet. Insgesamt gibt es im Kosovo 65 öffentliche Vorschuleinrichtungen, deren Qualität laut Bildungsexperten weiterhin unklar ist.
In den letzten fünf Jahren wurden im Kosovo 29 neue Vorschuleinrichtungen eröffnet.
Davon wurden 12 neue Kindergärten vom Bildungsministerium errichtet, während 11 Schulen zu Kindergärten umgebaut wurden. Allein im letzten Jahr wurden 6 Kindergärten mit Mitteln der Europäischen Union im Rahmen des IPA-2016-Programms gebaut.
Diese Zahl bleibt jedoch deutlich niedriger als die im Regierungsprogramm vorgesehenen 160.
Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft (MES) machte die Gemeinden dafür verantwortlich, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde.
„Der Hauptgrund liegt im Mangel an Standorten und Baugenehmigungen der jeweiligen Gemeinden für die im Haushaltsgesetz geplanten neuen Kindergärten. Das Ministerium hat im Haushaltsgesetz derzeit den Bau von 28 weiteren neuen Kindergärten sowie die Umwandlung von vier Schulen in Kindergärten vorgesehen. Aktuell sind 27 neue Kindergärten im Bau und in Auftrag gegeben, und fünf Schulen werden mit Mitteln von MASTI zu Kindergärten umgebaut“, heißt es in der Antwort des Ministeriums.
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Im Kosovo gibt es insgesamt 65 öffentliche Vorschuleinrichtungen, von denen 41 Elterneinrichtungen sind, während 24 als separate Einrichtungen fungieren.
Hanë Zylfiu-Hazirit, Projektmanagerin am Kosovo Education Center (KEC), sagt, dass diese Zahl angesichts der wachsenden Nachfrage nach Kindergärten immer noch unzureichend sei.
„Dies deckt weder den Bedarf der Eltern an der Aufnahme ihrer Kinder in vorschulische Einrichtungen noch das Angebot der Kommunen ab. Vorschulische Bildung ist für Kleinkinder, insbesondere in den Jahren vor dem Schuleintritt, von großer Bedeutung“, sagte Zylfiu-Haziri.
Sie betont, dass die Qualität der in den bestehenden Kindertagesstätten angebotenen Dienstleistungen ebenfalls unklar bleibt, da es keine speziellen Inspektoren gibt, die sich ausschließlich mit Vorschuleinrichtungen befassen.
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„Jetzt müssen wir darüber sprechen, was wir diesen Kindern bieten. Ist die Qualität des Unterrichts hoch? Wird ein angemessenes Programm angeboten, obwohl wir den Lehrplan haben, aber wie gut sind die Lehrkräfte vorbereitet? Oder wiederholen wir manchmal sogar nur den Stoff der ersten Klasse?“, sagte Zylfiu-Haziri. „Wir haben kein System, das kontrolliert, was in dieser ‚schönen‘ Umgebung angeboten wird.“
Laut Statistiken des Bildungsministeriums für das Schuljahr 2024-2025 sind in den Vorschuleinrichtungen des Kosovo 678 Erzieherinnen und 4 Erzieher beschäftigt.