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Ein albanischer Drogenhändler ist seit über einem Jahr auf der Flucht, nachdem er in Großbritannien fälschlicherweise aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Ein albanischer Drogenhändler ist seit über einem Jahr auf der Flucht, nachdem er in Großbritannien fälschlicherweise aus dem Gefängnis entlassen wurde.

Ein wegen Drogenhandels verurteilter albanischer Staatsbürger ist seit über einem Jahr auf der Flucht, nachdem er in Großbritannien fälschlicherweise aus dem Gefängnis entlassen wurde. Er wurde wegen Besitzes und Vertriebs von Betäubungsmitteln der Klasse B verurteilt und im August 2024 von den Behörden unfreiwillig freigelassen.

Er soll einer von mindestens drei Gefangenen sein, die versehentlich freigelassen wurden und sich noch immer auf freiem Fuß befinden. Die beiden anderen sind britische Staatsbürger – einer wurde wegen schweren Raubes, der andere wegen unterlassener Meldung bei der Polizei verurteilt.

Der Fall kam ans Licht, als der britische Justizminister David Lammy im Parlament mehreren Fragen nachgehen musste, nachdem bekannt wurde, dass zwischen dem 1. April 2024 und dem 31. Oktober 2025 353 Gefangene fälschlicherweise freigelassen wurden – darunter mehr als 90 Personen, die wegen Sexual- oder Gewaltverbrechen verurteilt worden waren.

„Ich wurde soeben darüber informiert, dass der Gefängnis- und Bewährungsdienst einen weiteren möglichen Fall einer unrechtmäßigen Entlassung am 3. November untersucht und die Person möglicherweise noch auf freiem Fuß ist“, sagte Lammy den Abgeordneten.

Lammy räumte ein, dass das derzeitige System, das noch immer auf handschriftlichen Dokumenten und manuellen Berechnungen der Entlassungstermine beruht, "chaotisch und fehlerhaft" sei, und fügte hinzu, dass die Behörden oft nicht wüssten, ob ein Gefangener aufgrund einer rechtmäßigen Entscheidung oder irrtümlich freigelassen worden sei.

Ein Sprecher der britischen Regierung sagte, diese Fälle seien „Symptome eines maroden Strafjustizsystems“, das aufgrund der Überbelegung der Gefängnisse unter „enormem Druck“ stehe.

Lammy entschuldigte sich öffentlich bei den Opfern und ihren Familien und verwies dabei auf den Fall eines 14-jährigen Mädchens, das von einem ursprünglich aus Äthiopien stammenden Asylbewerber namens Hadush Kebatu sexuell missbraucht wurde. Auch Kebatu wurde fälschlicherweise freigelassen, dann verhaftet und in sein Heimatland abgeschoben.

Um eine Wiederholung dieser Fälle zu vermeiden, kündigte Lammy eine Investition von 10 Millionen Euro in die Digitalisierung des Systems zur Entlassung von Gefangenen an. Dazu gehört auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI), um Prozesse mit physischen Dokumenten zu ersetzen und die Kontrolle über Haftbefehle und Verurteilte zu verbessern.