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Topalli: Illegale Bewegungen im Kosovo in den 70er Jahren erhoben sich gegen Ungerechtigkeit, nicht gegen Armut

Faton Topalli.

Im Gespräch im PIKċ-Podcast mit dem Publizisten Veton SurroiDer Professor und ehemalige Abgeordnete Faton Topalli sprach über die Gründe, die ihn und Dutzende junger Menschen Ende der 70er Jahre dazu brachten, sich in illegalen politischen Bewegungen zu engagieren, und zwar ausgerechnet zu einer Zeit, als der Kosovo die bis dahin größte wirtschaftliche und verfassungsmäßige Entwicklung erlebte.

„Es stimmt, dass der Kosovo nach 1974 ein schnelles Wachstum erlebte, doch trotz aller Fortschritte haben strukturelle Ungerechtigkeiten und der Vergleich mit anderen Republiken eine ungleiche Lage deutlich gemacht. Dies hat Wut und nicht extreme Armut verursacht“, sagte Topalli und verwies dabei auf die Theorie der relativen Depression.

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Surroi fragte Topalli: „Warum explodieren illegale Bewegungen gerade jetzt, wo sich der Kosovo in der besten Verfassung aller Zeiten befindet?“ Er widersprach der Darstellung, sie seien lediglich eine Folge der Unterdrückung.

Topalli argumentierte, dass Jugoslawien den Kosovo kolonialistisch behandelt und seine Ressourcen – wie etwa „Trepça“ – ausgebeutet habe, ohne dem Land die Entwicklung zurückzugeben, die es verdiene.

„Wir haben uns nicht als gleichberechtigt betrachtet. Die Intellektuellen der damaligen Zeit haben das Nationalbewusstsein geschärft, und dieses Bewusstsein hat auch illegale Bewegungen ins Leben gerufen“, fügte er hinzu.

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