NIn der neuesten Folge des Podcasts PIKË spricht der Publizist Veton Surroi identifizierte zwei der schwerwiegendsten Herausforderungen, die seiner Ansicht nach den Kosovo im nächsten Jahrzehnt bedrohen.
Auf die Frage des Dramatikers Jeton Neziraj nach den größten inneren Gefahren betonte Surroi den ungelösten Konflikt mit Serbien und die mangelnde Vorbereitung auf technologische und kulturelle Veränderungen.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten Beitragen„Die erste Gefahr besteht darin, dass unsere Gesellschaft den Konflikt nicht abgeschlossen hat. Nicht, weil eine direkte physische Bedrohung besteht, sondern weil der Konflikt Teil unserer kollektiven Geschichte geworden ist und an die neuen Generationen weitergegeben wird. Wir sind es den jungen Menschen nicht schuldig, täglich mit Serbien zu leben“, sagte er.
Das zweite Risiko besteht seiner Ansicht nach in der mangelnden Vorbereitung des Kosovo auf den Eintritt in ein neues technologisches Zeitalter, in dem künstliche Intelligenz und digitale Transformationen entscheidend sein werden.
„Der Kosovo als Staat ist das Produkt eines geistigen Projekts, aber ich weiß nicht, was getan werden muss, damit unsere jungen Menschen den technologischen Wandel bewältigen können, ohne ihre Identität und Kultur zu verlieren“, sagte Surroi.
Er äußerte die Sorge, dass es in einem Land, in dem 80 % der Schüler die Texte, die sie lesen, nicht verstehen, in dem es weder Zeitungen noch öffentliche Behörden gibt und in dem Informationen ungefiltert über soziale Netzwerke eintreffen, sehr schwierig sei, eine nachhaltige Zukunft aufzubauen.
„Wenn jeder den Experten widersprechen kann, wenn es keine verlässlichen Quellen gibt und wenn ein Facebook-Status ein Buch oder eine Zeitung ersetzt, dann laufen wir Gefahr, als Gesellschaft ohne Kompass in das Zeitalter der künstlichen Intelligenz einzutreten“, schloss Surroi.