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Shala: Serbien strebte die Kontrolle über 34 % des Kosovo-Territoriums durch neue Gemeinden an.

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Der Journalist und Aktivist Blerim Shala hat Details aus den Wiener Gesprächen enthüllt und dabei die Bemühungen der serbischen Seite hervorgehoben, durch die Bildung neuer Gemeinden mit serbischer Mehrheit eine größere territoriale Ausdehnung innerhalb des Kosovo zu erreichen.

In einem Gespräch im PIKċ-Podcast mit dem Publizisten Veton SurroiShala erklärte, dass der internationale Gesandte Martti Ahtisaari im August im Zuge der Verhandlungen Pristina besucht habe, um die Gespräche, insbesondere über die Bildung neuer Gemeinden, abzuschließen. Einer der heikelsten Punkte war der Vorschlag, Prilluzhe zu einer eigenständigen Gemeinde zu machen, gegen den sich die kosovarische Seite entschieden aussprach.

Er sagte, man habe Ahtisaari zunächst nicht die vollständigen Gründe mitgeteilt, sondern ihm erst später erklärt, dass das Gebiet über große Kohlevorkommen verfüge, die für den Betrieb der Obiliq-Kraftwerke unerlässlich seien. Nach dieser Klarstellung beantragte Ahtisaari, Prilluzha von der Liste der neuen Gemeinden zu streichen.

„Wir haben Ahtisaari aber nicht die wahren Gründe genannt, warum Priluzhja sich weigerte, obwohl es die UNOSEK-Kriterien für eine Gemeinde mit serbischer Mehrheit und einer gewissen Einwohnerzahl erfüllte. Schließlich fragte er: ‚Okay, warum sagt ihr mir nicht, wo das Problem liegt?‘ Als wir ihm erklärten, dass es an den großen Kohlevorkommen in Priluzhja liegt, von denen auch das Kraftwerk Obiliq abhängig ist, sagte er: ‚Warum habt ihr mir das nicht gleich gesagt? Dann hätte ich mir die Mühe sparen können‘“, erzählte Shala.

Shala betonte, dass das Ziel der serbischen Seite darin bestehe, durch die Verbindung der neuen Gemeinden und Gebiete der serbisch-orthodoxen Kirche territoriale Kontinuität zu schaffen. Seinen Angaben zufolge kontrollierte Serbien zu Beginn der Verhandlungen etwa 24 % des Territoriums, strebte aber mit diesem Projekt eine Ausweitung auf bis zu 34 % an, obwohl dies nur 7–8 % der Bevölkerung ausmachte.

Surroi fügte hinzu, dass dies eine direkte Ausdehnung Serbiens innerhalb des Kosovo zur Folge hätte, was die Verwaltung des Landes erschweren würde, ähnlich wie in Bosnien und Herzegowina.
 

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