Die serbischen Behörden haben den Anwalt Arianit Koci, der sich als Verteidiger von Mit'hat Lozhani in Serbien aufhielt, am Grenzübergang Merdar für mindestens 20 Minuten zu einer „zusätzlichen Kontrolle“ festgehalten. Koci sagte gegenüber KOMA, dass ihm so etwas noch nie passiert sei.
„So etwas haben sie noch nie gegen mich gemacht. Ich sehe das als Signal“, sagte er am Donnerstagnachmittag bei seiner Einreise nach Kosovo. Koci erklärte, die serbischen Behörden hätten ihn lediglich durchsucht und keine weiteren Fragen gestellt, da er sich in einem Fahrzeug des Verbindungsbüros zu Kosovo befand.
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Leserbrief – Warum wir um Ihre Unterstützung bitten BeitragenKoci schlug am Mittwoch Alarm und erklärte, er sei als Verteidiger von Lozhani, der vor einigen Tagen wegen Kriegsverbrechen verhaftet wurde, ebenfalls in Gefahr. Laut Koci habe er Informationen erhalten, dass es Lozhani nicht gut gehe und er in der Haftanstalt unangemessen behandelt werde. Koci forderte internationale Beobachtung des Falls und appellierte an die kosovarischen Behörden, dringend zu handeln.
Der ehemalige Kosovo-Befreiungsarmee-Kämpfer Lozhani wurde am 5. Februar von serbischen Behörden festgenommen. Der serbische Innenminister Ivica Dacic gab am Donnerstag bekannt, Lozhani sei unter dem Verdacht festgenommen worden, 1998/1999 in der Dukagjin-Zone an Angriffen auf Mitglieder des serbischen Innenministeriums und der jugoslawischen Armee beteiligt gewesen zu sein.
Unter ähnlichen Anklagen verhafteten die Behörden in Serbien allein von Juni bis Dezember 2025 acht kosovarische Staatsbürger.
Die kosovarischen Behörden haben internationale Forderungen nach Druck auf Serbien hinsichtlich der Verhaftungen und Inhaftierungen kosovarischer Staatsbürger laut werden lassen.