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Human Rights Watch: Kosovo bietet Journalisten nur schwachen Schutz.

MEDIEN

Foto: Alban Bujari

Die internationale Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch hat in ihrem Bericht über Kosovo für das Jahr 2025 die Situation in verschiedenen Bereichen dargestellt. Was die Pressefreiheit betrifft, so heißt es darin, dass die Angriffe andauern und Journalisten Bedrohungen, Übergriffen und Schikanen ausgesetzt sind.

„Human Rights Watch stellte eine Zunahme politischer Einmischung, Verleumdungskampagnen, eingeschränkten Zugangs zu Informationen, missbräuchlicher Regulierung und eines schwachen Schutzes von Journalisten fest“, heißt es in dem Bericht.

Der Bericht zitiert Zahlen des Journalistenverbands Kosovo, der 54 Vorfälle gegen Journalisten verzeichnete, darunter einen physischen Angriff, eine Morddrohung und 15 Fälle von Belästigung, Hassrede oder Verleumdungskampagnen, zumeist durch politische Persönlichkeiten.

Erwähnenswert ist auch, dass Reporter ohne Grenzen (RSF) Kosovo in seinem Pressefreiheitsindex 2025 auf Platz 99 von 180 Ländern einstufte, ein Rückgang um 24 Plätze gegenüber dem Vorjahr, womit es den letzten Platz in der Balkanregion der EU einnimmt.

Der Bericht erwähnt auch die monatelange Blockade der Institutionen des Kosovo und wie der Erweiterungsbericht der Europäischen Kommission vom November Bedenken hinsichtlich unzulässiger politischer Einflussnahme auf die Justiz aufwarf.

Der Bericht stellt außerdem fest, dass die Spannungen im nördlichen Kosovo anhalten, und weist darauf hin, dass Polizeirazzien in Institutionen mit serbischer Mehrheit durchgeführt wurden, was zu Protesten führte.

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In Bezug auf sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität stellt der Bericht von Human Rights Watch fest, dass die Regierung die im Mai 2024 angekündigten Pläne zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften nicht genehmigt hat.

„Bei den Parlamentswahlen im Kosovo im Februar 2025 verwendeten die politischen Parteien häufig diskriminierende und abwertende Rhetorik gegenüber lesbischen, schwulen, bisexuellen und Transgender-Personen (LGBT) und ignorierten weitgehend die sie betreffenden Probleme“, heißt es in dem Bericht.

Weiterhin wird erklärt, dass keine Fortschritte bei der Entgegennahme von Entschuldigungen an die Kosovo-Roma erzielt wurden, die nach dem Krieg von 1999 von der UNO in inzwischen geschlossene Lager vertrieben wurden.