Unterstützen Sie TIME. Bewahren Sie die Wahrheit.
Arberi

Rama wirft der tschechischen Regierung vor, Projekte in der Hauptstadt zu blockieren

Das George Bush-Projekt

Die Stadt Pristina hatte den ersten gesetzlich vorgeschriebenen Schritt noch nicht unternommen: die Genehmigung des Projekts beim kosovarischen Institut für Denkmalschutz zu beantragen. Infolgedessen wurden die Arbeiten an dem 12 Millionen Euro teuren Projekt am George Bush Square am 18.4. März gestoppt.

Foto: Driton Pacharada

Der Bürgermeister von Pristina, Përparim Rama, hat der amtierenden Regierung und der amtierenden Kulturministerin Hajrulla Çeku vorgeworfen, unabhängige Institutionen zu missbrauchen, um Projekte in der Hauptstadt zu blockieren. 

Rama hielt eine Konferenz ab, nachdem die Bauarbeiten am „George Bush“-Platz in der Hauptstadt am Dienstag dieser Woche zum zweiten Mal eingestellt worden waren. Unterdessen hat das kosovarische Institut für Denkmalschutz das Projekt der Stadt Pristina für den „George Bush“-Platz nicht genehmigt.

„Institutionen, die unabhängig sein sollten, werden nun dazu benutzt, alle großen Projekte in der Hauptstadt zu sabotieren. Sie dienen politischen Interessen und fügen allen Bürgern der Hauptstadt und Besuchern direkten Schaden zu“, betonte Rama auf der Pressekonferenz auf dem „George Bush“-Platz. 

Er sagte, dass das Projekt für diesen Platz keine Verletzung des kulturellen Erbes darstelle. 

„Projekte wie dieses dienen der Erhaltung des öffentlichen Erbes. Das kulturelle Erbe der Hauptstadt wurde nie verletzt“, betonte Rama. „Keine Rechtsverstöße, keine Gründe, dieses Projekt zu stoppen, es ist rein politisch“, fügte er hinzu.

KOHA berichtete am Donnerstag, dass das Kosovo-Institut für Denkmalschutz das Projekt der Stadt Pristina für den „George Bush“-Platz nicht genehmigt habe. Es wurden Empfehlungen ausgesprochen, in denen zusätzliche Klarstellungen, beispielsweise eine Analyse des städtischen und historischen Kontexts, gefordert wurden. Das IKMM-Dokument bestätigt auch ein weiteres Ziel des Projekts: die Errichtung neuer Gebäude zwischen Denkmälern. Dies wird in ein Dokument unterteilt, in dem die Gemeinde aufgefordert wird, die im Projekt vorgesehenen Neubauten zu interpretieren.