Die Präsidenten Serbiens und der Ukraine, Aleksandar Vučić und Wolodymyr Selenskyj, begnügten sich heute auf einer Pressekonferenz in Belgrad damit, vor den Kameras den Grundsatz der „territorialen Integrität“ beider Länder zu betonen und vermieden dabei eine direkte Diskussion über die militärische Zusammenarbeit zwischen Belgrad und Kiew.
Laut „Deutsche Welle“ wurde das heikelste Thema des Treffens erst nach einer Nachfrage des Journalisten Michael Martens von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ angesprochen.
Während der Pressekonferenz tauschten die beiden Präsidenten vorsichtige Botschaften zur Achtung der territorialen Integrität Serbiens und der Ukraine aus. Sie erörterten auch den Weg in die Europäische Union, wobei Vučić den Aussichten Serbiens skeptisch gegenüberstand und Selenskyj optimistischer für die Ukraine war.
Bei dem Treffen wurden außerdem die schwerwiegenden Folgen der russischen Angriffe der letzten 24 Stunden, Serbiens medizinische Hilfe für die Ukraine, der Handel zwischen den beiden Ländern, der Bergbau, die Landwirtschaft sowie Produkte wie Sojabohnen und Leinsamen erörtert.
Die heikelste Frage im Zusammenhang mit militärischer Zusammenarbeit und Drohnenproduktion wurde jedoch vom Journalisten Martens gestellt.
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„Wir haben heute keine militärische Zusammenarbeit besprochen“, sagte Vučić und fügte hinzu: „Was nach Kriegsende geschehen wird, ist eine andere Frage.“
Vučić sagte außerdem, Serbien werde im September eine Fabrik zur Produktion von Drohnen eröffnen, allerdings in Zusammenarbeit mit Israel.
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Selenskyj:
Wir werden sehr oft nach Israel gefragt. Wir würden auch gerne Luftverteidigung von ihnen erhalten.
Wir wären bereit, es zu kaufen. Bislang besteht diese Möglichkeit noch nicht, obwohl wir im Gespräch sind. pic.twitter.com/C4mmLOcBMU- Kollisionsbericht (@clashreport) August 8, 2026
Diese Aussage erfolgte im Anschluss an einen Artikel von Martens, der am Vortag veröffentlicht worden war und in dem stand, dass Personen aus dem Umfeld von Präsident Selenskyj Orte in Serbien besucht hätten, an denen eine gemeinsame Drohnenproduktion organisiert werden könnte.
In dem Artikel wurde auch berichtet, dass große Mengen an in Serbien hergestellten Granaten über Zwischenhändler in die Ukraine verschifft würden.
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Selenskyj ging nicht direkt auf diese Vorwürfe ein und gab sich diplomatisch. Er deutete an, dass die Ukraine verschiedene Formen der Zusammenarbeit mit Serbien entwickle, die zur Stabilität der Ukraine beitrügen.
Selenskyj sagte außerdem, er habe mit Vučić über Angelegenheiten gesprochen, „die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind“.