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Pupovci zu PISA: Das Problem liegt nicht in der Bildungspolitik, sondern in ihrer Umsetzung

Dukagjin Pupovci

Im Gespräch mit dem Publizisten Veton Surroi Im PIKË-Podcast sagte Bildungsexperte Dukagjin Pupovci, das Scheitern des Kosovo beim internationalen PISA-Test sei nicht auf einen Mangel an Bildungspolitik zurückzuführen, sondern auf das Versagen bei der Umsetzung dieser Politik und das Fehlen eines echten Engagements für eine qualitativ hochwertige Bildung.
Pupovci betonte, dass die 90er Jahre und das Funktionieren des Parallelsystems ihre Spuren in der Qualität der Bildung hinterlassen hätten, erklärte jedoch auch, dass die Nachkriegszeit einen ernsthafteren Ansatz in Bezug auf die Bildung als Grundlage für die Wettbewerbsfähigkeit des Landes in der Region und darüber hinaus hätte mit sich bringen sollen.

„Nach dem Krieg haben wir die Bedeutung der Bildung nicht ausreichend erkannt. Es geht nicht nur um Finanzen, sondern auch um konkretes Engagement und Arbeit in den Schulen“, erklärte Pupovci.

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Auf die Frage Surrois, ob das Scheitern bei PISA eine Folge des Fehlens einer politischen Vision für die Bildung sei, verneinte Pupovci dies kategorisch und fügte hinzu, dass es im Kosovo seit 2002 angemessene Strategien gebe, diese jedoch selten umgesetzt würden.

„Es ist nicht so, dass wir keine Politik hätten. Das Problem war immer ihre mangelnde Umsetzung. Es wurden Strategien entwickelt, aber sie wurden nicht einmal zur Hälfte umgesetzt“, sagte Pupovci.

In der Diskussion äußerte Surroi Bedenken hinsichtlich der politischen und finanziellen Vereinnahmung des Bildungswesens und bezeichnete diesen Sektor als eine „Wurstfabrik“, in der das Profitinteresse alle Qualitätsbedenken überwiegt.
Pupovci leugnete nicht den Einfluss finanzieller Interessen auf die Hochschulbildung, insbesondere auf private Einrichtungen, die nach 2005 gegründet wurden. Allerdings fügte sie hinzu, dass auch an einigen öffentlichen Universitäten Qualitätsprobleme bestünden.

„In der Öffentlichkeit herrscht die Überzeugung, dass einige private Universitäten gewinnorientiert arbeiten, doch selbst bei einigen öffentlichen Einrichtungen lässt die Qualität zu wünschen übrig“, fügte er hinzu.
 

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