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Arberi

Die Aktion zur Abschaltung illegaler Wassernutzer in Graçanica wird politisiert

Mit Widerstand und Zusammenstößen mit Polizei und Medien haben sich serbische Bürger der Gemeinde Gracanica gegen die Maßnahme des regionalen Wasserversorgungsunternehmens „Prishtina“ gewehrt, Schuldner und illegale Wassernutzer vom Netz zu trennen.

Eine Bar wurde wegen Schulden von über 2 Euro geschlossen. Die serbische Eigentümerin verknüpfte die Aktion mit ihrer nationalen Identität.

„Ich habe vier und sechs Jahre alte Kinder. Gott bewahre, dass Sie mich vom Wasser trennen, denn wer weiß, was als Nächstes passiert. Warum sind Sie in mein Dorf gekommen? Es ist nicht albanisch, es ist serbisch“, sagte der Besitzer der Bar.

Und der Eigentümer eines Hauses, der neben seinen Schulden auch noch wegen eines illegalen Anschlusses vom Netz getrennt wurde, warf den Mitarbeitern des Wasserwerks politische Aktionen vor.

Wegen einer Schuld von über 2 Euro und eines fehlenden Wasserzählers wurde zudem das Haus eines albanischen Bürgers vom Netz getrennt.

Der Sprecher der KRU „Prishtina“, Arjeta Mjeku, sagte, dass die Abschaltungsmaßnahmen ohne Ausnahmen fortgesetzt würden.

„Jedem Verbraucher, der Schulden bei der Wassergesellschaft hat, wird ausnahmslos und ohne Diskriminierung der Wasseranschluss abgestellt. Viele von uns haben begonnen, dieses Thema zu politisieren, aber wir haben nicht wirklich mit der Gemeinde Graçanica angefangen, sondern vor ein paar Tagen mit der Gemeinde Pristina, und heute sind wir in Graçanica“, sagte der Arzt.

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Und im Dorf Llapllasella in Gracanica ging die Aktion mit der Trennung von Häusern weiter, deren Eigentümer Schulden von über 3 Euro haben.

„Ich werde mich beschweren, Sie haben kein Recht, die Verbindung abzuschalten. Haben Sie dafür einen Gerichtsbeschluss? Das ist Privatbesitz, haben Sie einen Gerichtsbeschluss? Bitte gehen Sie. Sie dürfen da nicht rein, hallo, hallo … Das ist Demokratie. Sir, ich war Abgeordneter, ich war einmal Bürgermeister, ohne Gerichtsbeschluss dürfen Sie mein Grundstück nicht betreten“, sagte ein Anwohner.

Das RWC „Prishtina“ gab bekannt, dass die Aktionen am Donnerstag in der Gemeinde Shtime und anschließend in Lipjan und anderen Gemeinden fortgesetzt werden. Die Gesamtschulden für nicht bezahlte Leistungen an das Unternehmen belaufen sich auf über 45 Millionen Euro, davon 40 Millionen Euro im privaten Sektor und über 5 Millionen Euro im Bereich der kleinen und großen Unternehmen.