Der amtierende Minister für Umwelt und Raumplanung, Fitore Pacolli, hat auf die Äußerungen des serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić reagiert, der sagte, dass die Möglichkeit einer Änderung des Flusslaufs des Ibar auf serbischem Gebiet geprüft werde und dass er hierfür Experten eingeladen habe.
Pacolli sagte, dass diese Aussagen über die Möglichkeit von Eingriffen in die Wasserressourcen und die Infrastruktur des Iber-Lepenc-Systems zutiefst besorgniserregend und inakzeptabel seien.
Pacolli sagte, dass die Staaten gemäß der Helsinki-Konvention verpflichtet seien, für eine gerechte und angemessene Nutzung grenzüberschreitender Gewässer zusammenzuarbeiten, grenzüberschreitende Schäden zu verhindern und aquatische Ökosysteme zu schützen.
Sie hat die Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Vereinten Nationen und internationale Partner aufgefordert, auf Vučićs Äußerungen zu reagieren.
„Wasserressourcen dürfen nicht als Instrument der Bedrohung, des Drucks oder der Destabilisierung anderer Staaten missbraucht werden. Der Ujman-See und das Iber-Lepenc-System sind von entscheidender strategischer Bedeutung für die Republik Kosovo. Dieses System ist lebenswichtig für die Trinkwasserversorgung Hunderttausender Bürger, für das Funktionieren des Energiesektors, für die Landwirtschaft und für das ökologische Gleichgewicht eines bedeutenden Teils des Landes. Daher ist jede Äußerung oder Handlung, die darauf abzielt, Wasserflüsse und die Wasserinfrastruktur zu beeinträchtigen, zu beschädigen, umzuleiten oder einseitig zu verändern und damit Folgen für Kosovo hat, keine Angelegenheit der Tagespolitik. Es geht um Wasser-, Energie-, Umwelt- und menschliche Sicherheit, und die internationale Gemeinschaft muss dies mit größter Ernsthaftigkeit behandeln. Wir fordern die Europäische Union, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Vereinten Nationen und andere internationale Partner auf, auf solche Äußerungen zu reagieren und die uneingeschränkte Achtung der Grundsätze und Verpflichtungen des Völkerrechts in Bezug auf grenzüberschreitende Gewässer einzufordern“, schrieb Pacolli auf Facebook.
Sie sagte, Kosovo werde seine Wasserressourcen, seine kritische Infrastruktur und die Interessen seiner Bürger im Einklang mit der Verfassung, den Gesetzen des Kosovo und den Grundsätzen des Völkerrechts schützen.
-
Vučić sagt, er habe Experten eingeladen, den Lauf des Ibar-Flusses zu verändern.
-
Pacolli: Die Betonierung von Flussbetten ist verboten
-
Die territoriale Integrität des Kosovo stellt Vučićs „Bauch nach oben“
-
Pacolli: Verdacht auf illegale Veräußerung öffentlichen Eigentums, wir haben 3 Fälle an die Staatsanwaltschaft übermittelt.
-
Sechs weitere illegale Bauten in der Nähe des Ujman-Sees wurden abgerissen.