Die kosovarische Präsidentin Vjosa Osmani wird sich am Montag in Washington mit dem stellvertretenden US-Außenminister Christopher Landau treffen, wie das US-Außenministerium in einer offiziellen Erklärung mitteilte.
Es wurden keine weiteren Einzelheiten darüber bekannt gegeben, welche Themen bei dem Treffen, das am Nachmittag (Ortszeit Kosovo) stattfinden wird, besprochen werden sollen.
Präsident Osmani traf sich im Juli dieses Jahres mit dem stellvertretenden Sekretär Landau. Beide Seiten erörterten mögliche Bereiche für eine künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern.
Sie erwähnte, dass die beiden Länder von einer Zusammenarbeit in den Bereichen Energie, Informationstechnologie und Verteidigung profitieren könnten.
Osmani traf sich im Laufe des Jahres auch mit hochrangigen amerikanischen Beamten am Rande verschiedener Gipfeltreffen, darunter US-Präsident Donald Trump und US-Außenminister Marco Rubio.
Die Beziehungen zwischen Kosovo und den USA erlitten Anfang dieses Jahres einen Rückschlag durch die Entscheidung Washingtons, den geplanten strategischen Dialog mit Kosovo aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Vorgehens der amtierenden Kosovo-Regierung auf unbestimmte Zeit auszusetzen.
Der Dialog war zur Stärkung der wirtschaftlichen und diplomatischen Beziehungen geplant, doch das Vorgehen der Exekutive wird als Hindernis für den Fortschritt angesehen.
Osmani dankt dem stellvertretenden Außenminister für die Haltung der USA gegenüber dem Kosovo.
In den letzten Jahren geriet Kosovos amtierender Premierminister Albin Kurti aufgrund mehrerer Entscheidungen im Nordkosovo – einem Gebiet mit serbischer Bevölkerungsmehrheit – mehrfach in die Kritik internationaler Verbündeter. Diese Entscheidungen betrafen unter anderem den Austausch serbischer Kfz-Kennzeichen gegen kosovarische, die Abschaffung des serbischen Dinars und die Schließung serbischer Institutionen.
Kurti rechtfertigte diese Maßnahmen als Schritte zur Ausweitung der Rechtsstaatlichkeit im Norden und erklärte, sie stünden im Einklang mit der Verfassung und den Gesetzen des Kosovo.
Die internationale Gemeinschaft hat sie jedoch in einigen Fällen als einseitig und nicht mit den Verbündeten abgestimmt bezeichnet.
Kurti selbst sagte vor einigen Tagen, dass die Beziehungen des Landes zu den Vereinigten Staaten sehr gut seien und dass die Hauptstreitpunkte immer Serbien und seine Strukturen beträfen und niemals bilaterale Fragen.
Auf Nachfrage zu diesen Aussagen teilte die US-Botschaft im Kosovo Radio Free Europe am 17. Dezember mit, dass sie beabsichtige, eng mit der nach den Parlamentswahlen am 28. Dezember im Kosovo gewählten neuen Regierung zusammenzuarbeiten, „um gemeinsame Prioritäten voranzubringen“.
ebenfalls
Osmani trifft sich mit Pratipatti und bespricht die jüngsten politischen Entwicklungen im Land.
Die Vereinigten Staaten haben seit 1998 über 2 Milliarden Dollar für Kosovo bereitgestellt.
Die führenden Politiker des Kosovo haben im Laufe der Jahre immer wieder betont, dass Amerika der wichtigste Partner des Kosovo sei und dass dessen Unterstützung von entscheidender Bedeutung sei.