Die Vorsitzende der Parlamentsfraktion, Arbërie Nagavci, hat auf ihrer Facebook-Seite die Biografie einer der Präsidentschaftskandidatinnen, Feride Rushti, veröffentlicht.
Nagavci wies unter anderem darauf hin, dass Rushitis Führungsqualitäten auch mit wichtigen internationalen Auszeichnungen wie dem International Women Courage Award des US-Außenministeriums gewürdigt wurden, während sie im Jahr 2025 für den Friedensnobelpreis nominiert wurde.
Vollständiger Beitrag:
Biografie von Dr. Feride Rushiti, Präsidentschaftskandidatin:
Feride Rushiti ist eine angesehene Ärztin und Menschenrechtsaktivistin und eine Schlüsselfigur im Kosovo und international im Bereich der Rehabilitation von Folteropfern und Überlebenden sexueller Gewalt während des Krieges. Geboren am 12. September 1970 im Kosovo, absolvierte sie ihr Medizinstudium an der Fakultät in Tirana mit dem Schwerpunkt Gastroenterologie.
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Rushiti: Ich habe die Kandidatur nur angenommen, damit das Land aus der politischen Sackgasse herauskommt.
Ursprünglich auf eine klinische Karriere ausgerichtet, veränderte sich ihr Lebensweg radikal während des Kosovokrieges (1998–1999), als sie als Ärztin in albanischen Flüchtlingslagern in Albanien arbeitete und Opfer von Gewalt, Folter und schweren psychischen Traumata behandelte.
Diese Erfahrung wurde zu einem Wendepunkt in ihrem Leben und führte sie zu einem langfristigen Engagement für Gerechtigkeit, Rehabilitation und den Schutz der Menschenrechte. Unmittelbar nach dem Krieg, im Jahr 1999, gründete sie das Kosovo-Zentrum für die Rehabilitation von Folterüberlebenden (KRCT/QKRMT), das sie bis heute leitet. Es war die erste Organisation dieser Art im Kosovo und wurde ins Leben gerufen, um Kriegsopfern umfassende Unterstützung zu bieten. Unter ihrer Führung entwickelte das KRCT ein integriertes, multidisziplinäres Modell, das medizinische Behandlung, psychosoziale Beratung, Rechtshilfe und politische Interessenvertretung umfasst und sich damit zu einem der fortschrittlichsten Modelle in der Region für die Rehabilitation von Folter- und Kriegstraumaopfern entwickelt hat.
Seit über zwei Jahrzehnten hat ihre Arbeit das Leben von mehr als 18,000 Menschen direkt beeinflusst, darunter Tausende Überlebende von sexueller Gewalt im Krieg – eine der am stärksten stigmatisierten Gruppen in der kosovarischen Gesellschaft. Mit ihrem konsequenten und traumasensiblen Ansatz zählt sie zu den führenden Stimmen im Kampf gegen das Schweigen und die soziale Stigmatisierung und trägt dazu bei, den öffentlichen Diskurs von Scham und Schweigen hin zu Würde, Anerkennung und Gerechtigkeit zu verändern.
Auf institutioneller und rechtlicher Ebene war ihr Beitrag zur Stärkung der Rechte von Überlebenden unerlässlich. Sie spielte eine aktive Rolle in den Lobbyprozessen, die 2014 zu den Gesetzesänderungen führten, mit denen Überlebende sexueller Gewalt im Kosovokrieg offiziell als zivile Opfer anerkannt wurden. Zudem wirkte sie an der Schaffung staatlicher Mechanismen zur Überprüfung und finanziellen Unterstützung mit, deren Umsetzung 2017 begann. Darüber hinaus trug sie zur Entwicklung von Strategien und Verfahren für die Übergangsjustiz, die Dokumentation von Kriegsverbrechen und die Förderung von Entschädigungszahlungen an Opfer bei.
Ihr Engagement erstreckt sich auch auf die internationale Ebene, wo sie Kosovos Erfahrungen als Modell für Länder wie Irak, Ukraine und Kolumbien, die mit den Folgen von Konflikten zu kämpfen haben, weitergegeben hat. Sie hat mit internationalen Organisationen, akademischen Einrichtungen und globalen Menschenrechtsmechanismen zusammengearbeitet und so dazu beigetragen, das Wissen über Trauma, Rehabilitation und Gerechtigkeit für Gewaltopfer zu erweitern.
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Nagavci: Es zeigte sich, dass Rushiti die Unterstützung der Abgeordneten genießt; die Opposition wurde eingeladen, an der morgigen Sitzung teilzunehmen.
Ihr Wirken und ihre Führungsrolle wurden mit bedeutenden internationalen Auszeichnungen gewürdigt, darunter der renommierte „International Women of Courage Award“, der ihr 2018 vom US-Außenministerium für ihren Mut und ihr Engagement im Kampf für die Menschenrechte verliehen wurde. 2025 wurde sie für den Friedensnobelpreis nominiert, was ihren weitreichenden Einfluss auf die Förderung von Gerechtigkeit und Würde für Kriegsopfer unterstreicht.
Dr. Feride Rushiti zählt weiterhin zu den Pionierinnen der Übergangsjustiz im Kosovo und schlägt Brücken zwischen individueller Heilung und sozialer Gerechtigkeit. Ihre Mission ist klar und von Dauer: eine Gesellschaft zu schaffen, in der Kriegsopfer mit Würde behandelt werden, in der Gerechtigkeit zugänglich ist und in der Stigmatisierung durch Anerkennung, Solidarität und institutionelle Verantwortlichkeit ersetzt wird. Durch ihren unermüdlichen Einsatz hat sie nicht nur zur Heilung Tausender Menschen beigetragen, sondern auch zur Transformation der kosovarischen Gesellschaft hin zu einer gerechteren und humaneren Kultur.